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Döbeln Schweizer radeln zum Stausee Baderitz
Region Döbeln Schweizer radeln zum Stausee Baderitz
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20:00 15.07.2016
Pause an der Herberge am Stausee Baderitz: Von dort fuhren die 25 Schweizer weiter auf dem Jahnatalradweg in Richtung Riesa. Quelle: Sebastian Fink
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Baderitz

Ungewohnte Töne waren diese Woche auf dem Freisitz der Herberge am Stausee Baderitz zu hören. „Grüezi“ hieß es allenthalben unter den 25 Radfahrern aus der Schweiz, die sich die idyllisch gelegene Wirtschaft auf dem Hügel am See für eine Rast ausgesucht hatten. „Wir stammen alle aus der deutschsprachigen Schweiz“, sagte Elmar Knupfer, einer der Mitorganisatoren der Reise von Veranstalter Twerenbold, der wohl nur aufgrund dessen vom einheimischen Sachsen überhaupt zu verstehen ist. Die Tour „Sachsen entdecken“ wird in diesem Jahr zum ersten Mal angeboten. Dabei wohnen die Schweizer eine Woche lang in Radebeul und machen sich von dort aus täglich auf zu neuen Zielen im Freistaat. „Dresden, Pirna, Moritzburg“, zählte Knupfer die bisherigen Ziele auf. Und ja, auch in die Sächsische Schweiz führte die Eidgenossen ihr Weg bereits. Und dort fühlten sie sich tatsächlich an die Heimat erinnern. „Das können wir sehr gut nachvollziehen, dass es Sächsische Schweiz genannt wird, mit all den hohen Felsen“, sagte Mitfahrerin Bernadette Herzer.

Dafür sei die Landwirtschaft ganz anders, viel mehr Weizenfelder. Und die Flüsse sehen sehr viel naturbelassener aus als in der Schweiz. Trabis – in der Schweiz eher selten zu sehen, wurden ebenfalls schon gesichtet und weckten bei dem ein oder anderen spontanes Kaufinteresse. Und natürlich sei die Sprache ganz anders. „Wir haben schon gelernt, dass eine Husche ein kurzer Regenschauer ist“, sagte Bernadette Herzer und löste bei der gut gelaunten Truppe eine Lachsalve aus. Es ist nicht die einzige an diesem Nachmittag am Stausee Baderitz. Eine solche Husche war gerade durchgezogen, doch unter den Schirmen der Herberge ließen sich die Schweizer die Laune nicht verderben. Zschaitz und Baderitz waren dabei Teil der Tagestour von Nossen nach Riesa, für die auch der Jahnatalradweg unter die Räder genommen wurde. Zur Naturbelassenheit einiger Abschnitte hatte Elmar Knupfer gleich den passenden Spruch für den nächsten Lacher parat: „Die Radwege im Jahnatal sind ein bisschen wie ein Singletrail. Wir bereiten unsere Mitfahrer hier damit sehr gut vor auf die Mountainbike-Weltmeisterschaft“, scherzte er. Die Sachsen-Tour kommt dennoch in zwei Wochen wieder und künftig sechs Mal pro Jahr vorbei.

Von Sebastian Fink

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