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Sechsfache Brandstiftung in Leisnig: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Sechsfache Brandstiftung in Leisnig: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Gelegte Feuer hielten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leisnig im Oktober und November vergangenen Jahres in Atem. Ständig mussten sie zu Bränden in Gartenanlagen und leer stehenden Gebäuden anrücken.

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Eine von sechs Brandstiftungen: In den frühen Morgenstunden des 9. November 2014 brannte ein leerstehendes Nebengebäude an der Leisniger Eulenbergstraße.

Quelle: S. Robak

Demnächst steht der mutmaßliche Verursacher der Brände in Döbeln vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat die Ermittlungen jetzt abgeschlossen und Anklage wegen Brandstiftung gegen einen 29-Jährigen aus der Region Döbeln erhoben. "Wir haben die Anklageschrift am Amtsgericht Döbeln eingereicht", sagt Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Das Gericht muss jetzt prüfen, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt. Geschieht dies, verhandelt demnächst das Schöffengericht, das für Verbrechen wie Brandstiftung zuständig ist.

 

Laut Oberstaatsanwältin Burghart soll der Angeschuldigte sechs Mal in Leisnig Feuer gelegt haben und zudem in einer Kleingartenanlage einen Diebstahl begangen haben. In chronologischer Reihenfolge brannte es an folgenden Stellen: Am 16. Oktober stand eine Gartenlaube an der Jahnstraße in Flammen und am 19. Oktober brannte ein Holzschuppen in einer Gartenanlage an der Brösener Gasse vollständig ab. Am 7. November schlugen die Flammen aus einem Holzschuppen in einer Gartenanlage an der Johannes-R.-Becher-Straße.

 

Zwei Tage später musste die Feuerwehr morgens an die Eulenberger Straße zu einem Feuer im Obergeschoss eines Nebengebäudes anrücken. Im Wohnhaus, zu dem dieser Anbau gehört, schlief während der Brandzeit und des Feuerwehreinsatzes ein älterer Mann. Der Schlüsseldienst musste den Kameraden aufschließen, damit sie den Mann in Sicherheit bringen konnten. Das Feuer am Eulenberg bedrohte auch die Burgbäckerei Münch, griff aber glücklicherweise nicht auf die Backstube über (die DAZ berichtete). In den späten Abendstunden dieses 9. Novembers stand dann auch ein ehemaliges Wohngebäude am Peter-Apian-Platz in Flammen. Schlusspunkt der Serie war der Brand am 11. November im ehemaligen griechischen Restaurant an der Schloßstraße. Die Flammen richteten insgesamt ungefähr 50 000 Euro Schaden an den Gartenlauben und Gebäuden an.

 

Die Polizei richtete damals eine Ermittlergruppe mit fünf Beamten im Polizeirevier Döbeln ein. Diese ermittelten intensiv. Durch den enormen Fahndungsdruck - so die Polizei damals - stellte sich der Tatverdächtige am 20. Dezember. Er legte ein Geständnis ab. Dem Mann droht bei einem Schuldspruch des Schöffengerichtes eine Strafe von einem bis zu vier Jahren Haft. Vorausgesetzt, der Angeklagte ist schuldfähig. Sollte er - zum Beispiel wegen einer seelischen Krankheit - vermindert oder gar nicht schuldfähig sein, droht laut Strafgesetzbuch die Unterbringung in einer speziellen Psychiatrie, dem Maßregelvollzug. Ob dies ratsam ist, stellt in der Regel ein Gutachter fest. Falls das in Betracht kommt, müsste das Amtsgericht Döbeln die Sache laut Gerichtsverfassungsgesetz außerdem ans Landgericht Chemnitz verweisen.

Dirk Wurzel

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