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Döbeln Seebühnen-Besucher sollen im Schatten sitzen
Region Döbeln Seebühnen-Besucher sollen im Schatten sitzen
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Bei praller Sonne im Hochsommer erleben die Besucher der Seebühne Kriebstein einen heißen Kulturgenuss. das soll sich ändern. Quelle: Sven Bartsch
Kriebstein

Auf der Seebühne muss etwas passieren. Neue Toiletten, ein Sonnensegel, mehr Besucherränge. Der Zweckverband will deshalb bis zu 2,5 Millionen Euro investieren. 85 Prozent davon sollen Fördergeld sein. Im Kriebsteiner Gemeinderat stellten Ralf Schreiber, als Oberbürgermeister des Stadt Mittweida Vorsitzender des Zweckverbandes, und dessen Geschäftsführer Thomas Caro die Pläne jetzt in groben Umrissen vor und warben um Zustimmung für einen Beschluss.

Der sieht vor, dass Kriebstein 50 000 Euro Zuschuss an den Zweckverband gibt, damit dieser sein Stammkapital erhöht und den Eigenanteil für die Investition stemmen kann. Den gleichen Beschluss hatte der Mittweidaer Stadtrat gefasst. Die Zschopaustadt, der Landkreis Mittelsachsen und die Gemeinde Kriebstein sind die Mitglieder des Talsperren-Verbandes. Der Landkreis wolle seinen finanziellen Part im Haushalt einplanen, heißt es.

Reichlich 100 Plätze mehr

„Die Konkurrenz schläft nicht“, begründete Ralf Schreiber, weshalb es notwendig ist, die Seebühne umzubauen. „Gerade wegen der Toiletten hat es vermehrt Klagen gegeben. Außerdem brauchen wir einen Sonnenschutz und eine Schlechtwettervariante.“ Im ersten Bauabschnitt will der Zweckverband die Sanitäranlagen in Angriff nehmen. Dazu soll ein Teil der Baracken verschwinden, die oben auf der Seebühne stehen. „Die Gaststätte bleibt davon aber unberührt“, sagte Thomas Caro. Der zweite Bauabschnitt ist dem Sonnendach gewidmet. Das Planungsbüro arbeitet dabei mit dem Ingenieurbüro zusammen, das in 1970er Jahren die Überdachung des Münchner Olympia-Stations geplant und sich seitdem auf solche Lösungen spezialisiert hat. Die für Kriebstein vorgesehene Variante soll auch als Regenschutz funktionieren. Im dritten Bauabschnitt will der Zweckverband die Seebühne um etwa 100 Plätze erweitern, es sollen dann knapp 1000 sein. Detailliert sind die Pläne noch nicht. Um Fördermittel beantragen zu können, müssen erstmal die groben Umrisse stehen, auf deren Grundlage die Planer eine Kostenschätzung abgeben können. Die ist jetzt recht großzügig gehalten, um bei möglichen Kostensteigerungen kein blaues Wunder zu erleben und möglicherweise Teile des Baus nicht gefördert zu bekommen. In den nächsten vier Jahren will der Zweckverband die Pläne umsetzen, wenn die Fördermittel fließen, könnte es schon im kommenden Jahr losgehen.

Mit dem Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ hat der Zweckverband ein passendes Förderprogramm mit guter Quote gefunden. Es sollte zunächst ein anderes sein, aber das hatte einen Förderanteil von 66 Prozent der Gesamtkosten. Zudem hat die Sächsische Aufbaubank die Förderung des Vorhabens über dieses Programm abgelehnt.

Schiffe leider nicht förderfähig

„Es ist notwendig, die Kultur auszubauen. Wir leben schließlich davon. Eine Frage habe ich jedoch: Müssen wir die Investition eigentlich in unserem Haushalt abschreiben?“, sagte Gemeinderat Ronny Kroll (Freie Wähler Kriebstein). Nein, den kommunalen Haushalt belaste das Vorhaben nicht mit Abschreibungen, bekam er zur Antwort. „Dann würde ich das gerne so sehen“, sagte Ronny Kroll. Der Beschluss fiel schließlich einstimmig. „Was wir leider nicht gefördert bekommen, sind die Schiffe. Die sind aus den 1970er Jahren und ein neues kostet anderthalb Millionen Euro“, ließ Ralf Schreiber einen Wermutstropfen fallen.

Von Dirk Wurzel

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