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Döbeln Seifenkistenrennen in Haßlau: „Bremsen: Gar nicht“
Region Döbeln Seifenkistenrennen in Haßlau: „Bremsen: Gar nicht“
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12:03 22.02.2018
Kolja Marschner startete in Haßlau mit seiner Feuerwehr-Seifenkiste auch als Werbung für die Roßweiner Jugendwehr. Quelle: Sebastian Fink
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Haßlau

Ein Brett, zwei Achsen, vier Räder – so einfach kann man eine Seifenkiste haben. Doch ohne Lenkung und Bremsen geht beim Haßlauer Seifenkistenrennen gar nichts, weshalb die Teilnehmer bei der zweiten Auflage am Sonnabend auch mit technischen hochwertigen Eigenbauten anrückten. 15 hatten sich im Vorfeld angemeldet, mehr als 20 gingen letztlich an den Start nahe des Kemming-Hofes. Die vom Gerüstbau Gemeinhardt gestellte Rampe war der Beginn der rund 500 Meter langen Strecke hinunter in Richtung Feuerwehrgerätehaus.

Kolja Marschner war einer der Teilnehmer, die sich beim Kinder- und Jugendrennen hinunter wagten. Und das ohne Training oder Probelauf. „Ich habe vor dem Haus in Seifersdorf mal geübt, das ging ganz gut“, meinte der Elfjährige vor dem Start. Letztes Jahr waren er und Papa Gunter Marschner noch als Zuschauer an der Strecke gewesen. Da war für den Jungen schnell klar: Da will ich mitmachen!

Zu zweit bauten die Mitglieder der Roßweiner Feuerwehr ein von der Jugendwehr einst für ein Geradeaus-Rennen gebautes Feuerwehrauto-Modell zur lenkbaren Seifenkiste mit Bremse um. „Das Fahrgestell stammt von einem Go-Kart. Das haben wir von meinem Cousin Olaf Buschbach bekommen. Er war auch maßgeblich am Schrauben beteiligt“, sagt Gunter Marschner. Angst vor der Strecke kannte Kloja keine. „Bremsen hab’ ich mir vorgenommen: Gar nicht“, sagte der Junge cool.

Ebenso abgezockt zeigte sich Familie Kauer aus Sankt Aegidien bei Hohenstein-Ernstthal im Erzgebirge. Sowohl Vater Steffen und Ehefrau Monika im Doppelpack mit Seitenwagen als auch die Töchter Anja (21) und Jasmin (13) gingen an den Start. Acht bis zehn Rennen fährt die Familie pro Jahr und nimmt dabei sogar noch weitere Strecken als bis nach Haßlau auf sich. Schuld ist Tochter Anja, die schon früh mit Rennfahren starten wollte. „Sie wollte unbedingt mit sechs Jahren Seifenkiste fahren. Mit einem Brett mit Überrollbügel fing es an“, erzählte Steffen Knauer.

Inzwischen ist er versierter Bastler, hat ein Chassis aus der Form eines Dachgepäckträgers gegossen und gleich drei Kisten auf dem Hänger mitgebracht. Danebn waren von anderen Besuchern Silberpfeile mit echtem Mercedes-Stern oder eine Gerüstbau-Kiste zu bewundern.

Von Sebastian Fink

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