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Döbeln Sicherheitsspiel: DSC gegen Chemie Leipzig
Region Döbeln Sicherheitsspiel: DSC gegen Chemie Leipzig
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23:00 02.11.2012

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Der Hauptausschuss hat die Nutzungsvereinbarung einstimmig beschlossen. "Ohne die geht es nicht", erklärt Michael Thürer vom Sportamt der Stadt Döbeln, "weil es sich um eine kommunale Sportstätte handelt und wir dem Verein das Heimrecht übertragen müssen." In diesem Zusammenhang hat die Stadt Döbeln nun auch eine Stadionordnung für den Bürgergarten verfasst, die sich an den Empfehlungen des Deutschen Fußballbundes orientiert. "Die hatten wir bisher nicht, aber da es zukünftig ja doch vielleicht öfter mal eine solche Situation bei uns geben kann, haben wir das gleich mit erledigt", spielt Thürer auf den Aufstieg des Döbelner SC an.

Die Wurzel allen möglichen Übels liegt aber nicht im Aufstieg des Döbelner Vereins, sondern in der Tatsache, dass es andere Vereine gibt, die ein gravierendes Gewaltpotenzial aufweisen. Chemie Leipzig gehört einer gemeinsamen Einschätzung der Polizeidirektion Westsachsen und der Polizeirevierleitung Döbeln sowie des Sächsischen Fußballverbandes dazu. Das Fanverhalten der mitreisenden Anhänger der BSG sei dafür ausschlaggebend. Und weil als "Sicherheitsspiel" eingestufte Begegnungen bestimmte Bedingungen erfordern, ist der Gruner-Sportpark ungeeignet. Er ist schwierig abzusichern, und besitzt nicht die zur Trennung der Fangruppen erforderlichen zwei Zugänge.

Michael Thürer beschreibt die aus Vereinssicht eher unangenehme, weil im Zweifelsfall mit zusätzlichen Kosten verbundene Situation so: "Wenn die Chemie-Fans Lust haben, rücken die hier bei uns mit 300 oder 400 Leuten an, für die es ein sportlicher Wettbewerb ist, an der Kasse vorbeizukommen..." Die guten Erfahrungen, die man bei der ebenfalls als Sicherheitsspiel eingestuften Bezirksliga-Partie gegen Roter Stern Leipzig im Juni mit dem Stadion Bürgergarten gemacht habe, stützten die Entscheidung, das Spiel gegen Chemie ebenfalls zu verlegen.

Momentan ist die BSG der einzige Gegner der Döbelner in der Landesliga, dessen Begegnungen als Sicherheitsspiele eingestuft sind. "Aber die Döbelner sind ja auch im Pokal weit gekommen, und es hätte beispielsweise sein können, dass man Zwickau als Gegner bekommt", so Thürer. Dann hätte man vor dem gleichen Problem gestanden. Was die Nutzungsvereinbarung angeht, sichert sich der Besitzer des Stadions unter anderem für eventuelle Schäden ab. Konkret: "Für in der Nutzungszeit entstandene Schäden am Nutzungsgegenstand haftet der Verursacher, wenn dieser nicht feststellbar oder nicht zahlungsfähig ist, dann der Verein."

Am 14. November wird es im Stadion Bürgergarten, in Vorbereitung des Spiels am 8. Dezember, noch einmal eine Begehung mit Vertretern des Sächsischen Fußballverbandes geben, bei der die Sicherheitsrelevanz des Objektes unter die Lupe genommen wird.

Manuela Engelmann

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