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Döbeln Sieben Meter hohe Pfähle für Baderitzer Brücke
Region Döbeln Sieben Meter hohe Pfähle für Baderitzer Brücke
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00:21 14.09.2017
Mit einer Sonde untersuchte Michael Flügel am Freitag den Boden. Seit Montag ist der Bohrkran (Hintergrund) im Einsatz um die Gründungspfähle zu setzen. Quelle: Sven Bartsch
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Baderitz

Die alte Baderitzer Brücke – durch das Hochwasser 2013 schwer mitgenommen – ist weg, nun geht es an den Neubau. Für die ausführende Faber Infra-Bau GmbH aus Wilsdruff ist es eher ein „Brückchen“, wie aus der Bauleitung heißt. Für das dennoch tief in die Erde gebohrt werden muss. Wegen des unsteten Baugrunds aus Sand und Lehm müsse extra tief gegründet werden. Sieben Meter weit sollen die dicken Bohrpfähle in den Boden getrieben werden, erklärte das Unternehmen.

Am vergangenen Freitag erfolgte die Baugrundabnahme. Mit Sonden erforschte Michael Flügel den Boden nach eventuellen Unwägbarkeiten, konnte dann aber die Freigabe erteilen. Gestern kam dann der große Bohrkran zum Einsatz, der noch bis morgen für ordentlich Radau beim Hineintreiben der Pfähle sorgen wird.

Dann beginnt erst der eigentliche Brückenbau, der trotz Probleme mit im Boden liegenden, aber nicht genau verzeichneten Versorgungsmedien im Zeitplan liegt. Eine Trinkwasser- und eine Mittelspannungsleitung mussten provisorisch umverlegt werden. Stecken die Pfähle im Boden, geht es mit den Erdarbeiten weiter. Die Pfähle müssen ausgestochen und abgespitzt werden. Dann werden darauf die Fundamente für die neue Brücke gelegt. Anschließend folgen die Widerlager, die Flügelwände und eine Oberplatte, auf der später die Straßenfahrbahn verlegt wird.

Inklusive aller Landschaftsarbeiten soll die Brücke Ende November fertig sein und wieder für den Verkehr freigegeben werden, sagt Faber Infra-Bau. Das dürfte vor allem die Anwohner freuen, denn trotz ausgeschilderter Umleitung verirren sich immer wieder Autofahrer mit Ziel Stausee Baderitz bis zur gesperrten Baustelle. „Viele Ortsnichtansässige halten im Ort an und fragen nach, gerade am Wochenende“, sagte Mandy Härtner von der Gemeindeverwaltung Zschaitz-Otewig. Während Autofahrer aus Richtung Döbeln den Stausee wie gewohnt über den Abzweig vor der Sandgrube erreichen, müssen Autofahrer aus Richtung Ostrau oder von der B 169 kommend erst Zschaitz auf der Hauptstraße durchfahren und aus dem Ort heraus, um dann eben diesen Abzweig zu nutzen.

Der Neubau der Brücke ist die letzte Maßnahme zur Hochwasserschadensbeseitigung nach der Flut von 2013. Sie hätte ursprünglich schon vor zwei Jahren erneuert werden sollen, doch verzögerte sich das Vorhaben mehrfach wegen zu hoher Kosten bei den ersten beiden Ausschreibungen. Zuletzt waren Gesamtkosten von 455 000 Euro geplant gewesen – 384 000 Euro davon für den reinen Bau, 69 000 Euro für die Planung. Letztlich wird der Neubau nun aber doch wesentlich günstiger, denn das Angebot von Faber liegt bei nur knapp 314 000 Euro.

Von Sebastian Fink

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