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Döbeln Siegfried Bretsch:Jugend für Geschichte begeistern
Region Döbeln Siegfried Bretsch:Jugend für Geschichte begeistern
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19:01 10.03.2017
Siegfried Bretsch an seinem 70. Geburtstag mit Ehefrau Gabriele. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Zum Geburtstag von Siegfried Bretsch rücken zwei Posauenchöre an: Der aus Königswartha, den er 21 Jahre leitete, und der aus Leisnig, in welchem der heute spielt. Am Freitag wurde der Vorsitzende des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins 70 Jahre alt.

Bürgermeister Tobias Goth, zudem Vertreter von Leisniger Vereinen und Schulen kamen gestern zum gratulieren, darunter Kristin Dorias-Thomas. Die Leiterin der Peter-Apian-Oberschule kennt Bretsch von drei Projekten in der Schule, das erste um General Friedrich Olbricht 2014. 2015 folgte ein weiteres zu Flucht und Vertreibung. Zuletzt, 2016, erstellten die Schüler einen Zeitstrahl aus markanten Geschichtsdaten von Leisnig. Bretsch ist anzumerken, dass die Arbeit mit Schülern ihm im Blut und am Herzen liegt. Als Bezirkskatechet für Bautzen nahm dies in seinem Berufsleben großen Raum ein. Bretsch sagt dazu: „Das war für mich eine großartige Erfahrung, weil das zeigte: Junge Leute lassen sich für die Geschichte ihrer Stadt begeistern.“

„Wir sind praktizierende Großeltern“

Seit rund fünf Jahren wohnen Siegfried Bretsch und seine Frau Gabriele nun schon in Leisnig, in direkter Nachbarschaft zur Familie von einem seiner drei Söhne und dessen drei Kindern. Wo für die Geburtstagsfeier eine Biertischgarnitur aufgebaut ist, um genügend Sitzplätze zu haben, stehe sonst ein Kinderspieltisch mit viel Spielzeug drauf. „Der ist ein fester Einrichtungsgegenstand bei uns. Wir sind nämlich praktizierende Großeltern. Wenn wir jetzt nicht unsere Enkel genießen, wann denn dann?“ Zur Familie gehören drei Söhne und sieben Enkel.

Geboren in Annaberg-Buchholz, verschlug es Siegfried Bretsch als Zweijährigen nach Leisnig, wo sein Vater eine Zahnarztpraxis übernommen hatte. In jungen Jahren nahm er zunächst Klavierunterricht bei Kirchenmusikdirektor Hans-Joachim Schwinger. Der habe ihn dazu bewegt, sich eines Tages an die Orgel zu setzen. Bei diesem Instrument ist Bretsch dann auch geblieben. Beruflich verschlug es ihn 42 Jahre lang in die Lausitz, bevor er nach Leisnig zurück kehrte und wenige Monate später den Vorsitz des Geschichts- und Heimatvereins übernahm. Wenn Ende April wieder gewählt wird, werde er nicht wieder kandieren, kündigt er an. Er sei jetzt familiär stark eingebunden, möchte sich dafür die nötige Zeit nehmen. Für seine Nachfolge sei gesorgt. Und er verspricht Kristin Dorias-Thomas, für Schulprojekte des Heimatvereins weiter zur Verfügung zu stehen.

Von Steffi Robak

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