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Döbeln Silvester in Hartha: Feuern aus 258 Rohren
Region Döbeln Silvester in Hartha: Feuern aus 258 Rohren
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22:28 01.01.2013

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Zu verdanken war dieses einmalige Spektakel dem Harthaer Feuerwehrmann Christian Quosdorf und seiner Freundin Katja Wendler. Der 30-Jährige hatte im Radio von einer Aktion gehört, die der Sender Hitradio RTL gestartet hat. Zu gewinnen gab es ein Feuerwerk im Wert von über 1000 Euro. "Ich habe die Internetseite des Senders für die Bewerbung rausgesucht und Katja hat die Mail dann abgeschickt." Unter 2000 Bewerbungen hatte der Sender schließlich die von Christian Quosdorf ausgelost. "Mit ein paar Anrufen wurden geklärt, ob es einen geeigneten Platz für das große Feuerwerk gibt. "Ich hab dann bei Bernd Krenkel vom BC Hartha angerufen, weil ich zuerst ans Stadion Wiesenstraße gedacht hatte. Der Verein bot mir stattdessen das Industriestadion an. Das war eine ganz tolle und spontane Unterstützung", bedankt sich Christian Quosdorf bei den Verantwortlichen des BC Hartha.

Feuerwerker Mathias Kürbs aus Dohna bei Pirna organisierte schließlich das Feuerwerk im Auftrag von Hitradio RTL. Während der Firmenchef selbst das große Silvesterfeuerwerk auf dem Dresdner Theaterplatz aufbaute, rückten seine Mitarbeiter Jörg Böttner (28) und Lutz Gnoss (47) am Silvesterabend gegen 20 Uhr im Harthaer Industriestadion an. Im Licht ihrer Taschenlampen bauten die beiden Fachleute 258 Abschussrohre für 120 Kilogramm Feuerwerk auf. Allein 15 Kilogramm Schwarzpulver steckte in den Ladungen, die beim Aufbauen ein bisschen an Meisenknödel erinnerten. "Wir füttern die Vögel höchstens im Flug", scherzte Lutz Gnoss beim Vergleich mit dem Vogelfutter. Rund 15 Minuten sollte das Spektakel dauern. 130 bis 140 Meter hoch sollten die höchsten Effekte in den Himmel fliegen und alles farblich aufeinander abgestimmt bis zum Finale, als 1000 Sterne am Himmel über Hartha explodierten.

"Ich bin begeistert", strahlt Christian Quosdorf. Er hatte mit seiner Lebensgefährtin und der fünfjährigen Tochter Leony-Sophie sowie seinen Silvestergästen Marcel Mahrenholz samt Familie einen exklusiven Platz im Industriestadion. Ansonsten galt 140 Meter Sicherheitsabstand zu den Abschussrampen, die hinter der Weitsprunganlage des Industriestadions aufgestellt waren.

Ein Wert von 1200 Euro stand auf dem Lieferschein für das professionelle Höhenfeuerwerk zum Jahreswechsel. Christian Quosdorf hatte schon einmal ein Feuerwerk organisiert. Damals zur 140 Jahrfeier der Harthaer Feuerwehr, der er seit seinem 16. Lebensjahr angehört. Zum zweiten Mal hatte der Sender Hitradio RTL ein solches Silvesterfeuerwerk verlost. Und auch im letzten Jahr war ein Feuerwehrmann der Gewinner. "Vor einem Jahr haben wir ein solches Feuerwerk in Radeberg abgeschossen", erinnern sich die beiden Profifeuerwerker.

Christian Quosdorf ist aber nicht nur ehrenamtlich der Feuerwehr und dem Rettungsdienst verbunden. Hauptberuflich arbeitet der Harthaer als Leitstellendisponent in der Rettungsleitstelle in Freiberg.

Thomas Sparrer

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