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Döbeln Sinfoniekonzert, Oper und Musikschulauftritte in Döbeln und Großweitzschen
Region Döbeln Sinfoniekonzert, Oper und Musikschulauftritte in Döbeln und Großweitzschen
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10:59 03.12.2015
„Das stumme Waldmädchen“ ist auf dem Döbelner Theaterspielplan eine kleine Sensation. Es handelt sich um die erste Wiederaufführung einer Jugendoper von Carl Maria von Weber. Quelle: Andre Braun
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Döbeln

Ein musikalisches Wochenende steht der Region Döbeln ins Haus. Philharmonie, Stadtsingechor, Theater und Musikschule laden die Zuhörer ein.

Sinfoniekonzert im Döbelner Theater

„Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ ist das Sinfoniekonzert am Freitagabend im Döbelner Theater überschrieben. In den Mittelpunkt seines „leichten“ Konzertprogrammes stellt Generalmusikdirektor Raoul Grüneis beschwingte Musik aus Paris und Wien: Jacques Iberts Sinfonischer Suite „Paris“ folgen zwei Solokonzerte, in denen sich Mitglieder der Mittelsächsischen Philharmonie als virtuose Solisten präsentieren.

Die Solofagottistin Mai-Chu Lai spielt das Concerto ironico des Milhaud-Schülers Pierre-Max Dubois. Stefan Leitner, der neue Solotrompeter der Philharmonie, stellt sein Können mit André Jolivets Concertino für Trompete unter Beweis, dessen Variationen in einem zirzensischen Taumel gipfeln. Den Konzertabschluss bildet dann die Sinfonie Nr. 3 D-Dur von Franz Schubert, dem unbeschwerten, mitreißenden Werk eines gerade mal 18-jährigen. Das Sinfoniekonzert findet am Freitag, dem 4.12., um 20 Uhr im Theater Döbeln statt.

Adventskonzert in der Kirche Großweitzschen

Zum Adventskonzert in der Kirche Großweitzschen lädt am Sonnabend, um 16 Uhr die Kreismusikschule Döbeln unter dem Titel: „Freu dich, Erd und Sternenzelt!“ Die Musikschule Döbeln schickt dazu etwa 60 Künstler in die Kirche von Großweitzschen, um ein Adventskonzert vom Feinsten zu bieten. Zur Einstimmung auf Weihnachten braucht es neben Kerzenschein unbedingt auch schöne Musik, wie den Jugendchor unter der Leitung von Lucas Malik, der mit wundervollen Weisen aus mehreren Jahrhunderten bezaubert.

Ja, und Weihnachten ohne das Instrument der Hirten, also ohne Blockflöten, geht gar nicht! Überhaupt verbreiten die Bläser mit Trompete, Posaune, Oboe, Klarinette und Fagott festlichen Hörgenuss mit Werken des Barock bis hin zur Moderne. Klavier zwei- und vierhändig sowie Streicher aller Altersgruppen bereichern dieses sehr empfehlenswerte Konzert in der wunderschönen Atmosphäre der Großweitzschener Kirche.

Adventskonzert in der Kirche St. Nicolai in Döbeln

Einen Tag später lädt die Musikschule zum Adventskonzert in der Kirche St. Nicolai in Döbeln, am Sonntag, um 16 Uhr.„Niklaus ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken kann!“ lautet der Titel. Am Nikolaustag ein großes Konzert in St. Nicolai! So punktgenau passt das nicht alle Jahre, dass die Musikschule Döbeln ihr großes Adventskonzert anbieten kann! Zu hören ist ein gänzlich anderes Programm als am Tag zuvor in Großweitzschen. Weihnachtslieder aus mehreren Jahrhunderten – gesungen von Solisten wie auch dem Jugendchor oder gespielt von Blech- und Holzbläsern sowie Gitarristen – bilden das Grundgerüst dieses aufwendigen Konzertes mit etwa 100 Mitwirkenden.

Besonders hervorhebenswert sind die Auftritte der vier Tanzgruppen der Schule unter der Leitung von Eva-Maria Bretschneider, wobei Vorschulkinder bis hin zu Hip Hop-Tänzern ihr Können zeigen. Den Abschluss des Programms gestaltet die Musikschulband unter der Leitung von Tom Keilhauer. Ganz besonders bedanken möchte sich die Schulleiterin im Namen des ganzen Kollegiums beim Elternrat der Musikschule, der unter der Leitung von Cordula Piechaczek wie in all den Jahren wieder die Betreuung der Künstler während der Probenzeit mit warmen Getränken und Plätzchen übernimmt.

Adventskonzert des Döbelner Stadtsingechores

Das Adventskonzert des Döbelner Stadtsingechores steht dieses Jahr unter dem Motto „... wie wir einst den Stern gesehen“ und findet traditionell am Wochenende des zweiten Advent, und zwar Sonnabend, dem 5. Dezember, um 17 Uhr in der Nicolaikirche Döbeln statt. Die Leitung liegt wieder in den Händen von Chorleiter Stefan Tichy. Kantor Markus Häntzschel begleitet am Klavier und an der Orgel. Der Chor möchte mit seinem Programm auf die Weihnachtszeit einstimmen und gibt auch den Zuhören wieder Gelegenheit zum Mitsingen. Karten zu sechs Euro gibt es an der Abendkasse. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Webers „Waldmädchen“ im Theater Döbeln

Webers „Waldmädchen“ ist nach Sachsen zurückgekehrt für eine einmalige Aufführung im Theater Döbeln. Die Wiederaufführung von Carl Maria von Webers erster erhaltener Oper „Das Waldmädchen“ durch das Mittelsächsische Theater ist von Berlin bis Wien, von St. Petersburg über Leipzig und Dresden bis Stuttgart auf großes Interesse gestoßen. Der 14-jährige Komponist hatte die Oper 1800 in Freiberg komponiert; nach etwa einem Dutzend weiteren Aufführungen in Chemnitz, Prag, St. Petersburg und Wien galt das Werk jedoch seit fast 200 Jahren als verschollen.

Erst vor 15 Jahren wurde bekannt, dass sich im Archiv des Mariinsky Theaters in St. Petersburg seit Anfang des 19. Jahrhunderts ein Manuskript erhalten hatte. Anlässlich des Jubiläums der TU Bergakademie Freiberg hat das Mittelsächsische Theater eine Kopie dieser Noten und die Erlaubnis zu vier konzertanten Aufführungen erhalten.

Die Premiere am 20. November in Freiberg war völlig ausverkauft, und auch für die beiden abschließenden Vorstellungen dort gibt es nur noch ganz wenige Restkarten. Die beste Gelegenheit, das Werk kennen zu lernen, ist daher am Sonnabend, um 19.30 Uhr im Theater Döbeln: Die Handlung, die vom Schauspieler Oliver Niemeier erzählt wird, bietet unter anderem eine Bärenjagd und ein Ritterturnier sowie ein Burgfräulein, das von seinem Vater mit einem Prinzen verheiratet werden soll, aber einen Fürsten liebt – kurz alles, was um 1800 erfolgversprechend schien.

Weber hat dazu eine Musik geschrieben, die sich deutlich an Mozart anlehnt, aber auch schon romantische Klangwelten erahnen lässt. Es singen Solisten und der Opernchor des Mittelsächsischen Theaters; es spielt die Mittelsächsische Philharmonie; die musikalische Leitung hat GMD Raoul Grüneis. Eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn gibt es eine kostenlose Einführung im TiB.

Von Thomas Sparrer

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