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Döbeln Clennen: Sieger ist Stefan Mädebach
Region Döbeln Clennen: Sieger ist Stefan Mädebach
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14:06 21.02.2018
Clennen Skaturnier in der Turnhalle Clennen Quelle: Sven Bartsch
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Clennen

„18! 20! Zwei! Drei! – Weg!“ Im Akkord reizten die Mitspieler in der Clennener Sporthalle, bestimmten Trumpffarben, zogen Trümpfe oder deckten, wo kein Stich mehr zu machen war, den Rest der Karten auf, um Zeit zu sparen. Beim größten Skatturnier im Landkreis maßen sich am Sonnabend 173 Spieler. Weniger als zuvor, wie Michael Heckel, der das Turnier mit der Sportgemeinschaft Sitten ausrichtet, bemerkte: „Früher hatten wir mehr Jugendliche, die Profis haben sie wohl abgeschreckt.“

Auch für Amateure reizvoll

In der Tat ist das Turnier, das zwei Mal jährlich nach Clennen lockt, nicht nur unter Gelegenheitsspielern gefragt. So kommt Wolfgang Zetzschke, der für den Skatclub „Vier Wenzel“ Flöha/Erdmannsdorf spielt, bereits seit zehn Jahren hier her. Das Turnier habe aber auch für Amateure seinen Reiz, sagte er. „60 Prozent sind Glück, 30 Prozent Können und 10 Prozent die Dummheit der Mitspieler am Tisch“, unkte er, dass nicht allein das Vermögen entscheide.

Die Frau bekommt ein Grand nach dem anderen

André Zwinzscher, der mit einem Mitstreiter für Rochlitz antrat, stimmte ihm zu. Bei ihm lief es schlecht: „Ich habe eine Frau am Tisch, die kriegt ein Grand nach dem anderen“, sagte er ernüchtert. „Es wird gewonnen, verloren, so geht das auf und ab“, beschrieb Marianne Jung das Spielgeschehen. Die 77-Jährige aus Colditz skatet seit 1964 regelmäßig.

Zu einem Viertel am Verlieren selbst schuld

Zu je einem Viertel liege die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg im Denken, den Karten, die man erhalte und dann im Geschick der Mitspieler, und nicht ganz zuletzt: „Zu 25 Prozent ist es die eigene Schuld, wenn man verliert.“

Platz 111: Ein Vogelhaus

Für das Turnier gibt es keine Voranmeldung. Wer kommt, ist da. „Schön ist, dass wir keine Reklame machen müssen“, sagte Michael Heckel. An den 44 Tischen wurde zumeist zu viert um einen der Geld, Sach- und Spaßpreise gestritten. So lockte der 66. Platz mit einem Vogelhaus, der 111. mit einem Schwein. 350 Euro lagen zudem im Jackpot für den, der den bisherigen von 3867 Punkten einstellen würde. Hierzu galt es, zwei Serien an den zuvor ausgelosten Tischen zu meistern. 48 Spiele waren zu absolvieren, bevor es in Runde zwei an einen anderen Tisch mit anderen Mitspielern ging. Den Sieg erringen konnte am Ende Stefan Mädebach aus Döbeln mit 3494 Punkten für sich verbuchen.

Von Manuel Niemann

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