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Döbeln Skulpturen am Lutherweg: Leisnig macht mit
Region Döbeln Skulpturen am Lutherweg: Leisnig macht mit
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00:21 21.10.2017
Mügeln und Leisnig haben sich erfolgreich am Projekt „Kunst am Lutherweg“ beteiligt. Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden und sind von den Akteuren kreative Ideen gefragt, die es jetzt umzusetzen gilt, bevor die Jury die endgültigen Gewinner ermittelt. Quelle: Fotomontage: Sven Bartsch
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Leisnig/Mügeln

Die Stadt Leisnig beteiligt sich neben Mügeln, Döbeln, Grimma und dem Landkreis Leipzig am Projekt „Reformation und Kunst“. Zur jüngsten Jury-Sitzung reiste auch Leisnigs Bürgermeister Tobias Goth (CDU) nach Schaddel. Der dortige Kulturverein Schaddelmühle hat das Projekt unter seiner Regie.

Was Leisnig von dem Projekt hat: An einer noch nicht bestimmten Stelle soll die Strecke des Lutherweges, die auf Leisnigs Fluren verläuft, ein Kunstwerk bekommen. Goth ist wie sein parteiloser Mügelner Amtsbruder Johannes Ecke unter den Jurymitgliedern. Diese wählen nicht nur das Kunstwerk, sondern auch die Stelle, wo es aufgestellt wird.

Frühere Citymanagerin jetzt beim Kulturverein

Als Mitarbeiterin vom Kulturverein Schaddelmühle ist Sigrun Rüdiger in das Projekt eingebunden. Sechs Jahre war sie Citymanagerin für Leisnig, bis es die Stelle nicht mehr gab. Die Entstehung vom Lutherweg hat sie bereits in ihrer Leisniger Funktion begleitet. „Jetzt freut es mich, dass Leisnig mit dem Projekt ein Stück Aufwertung bekommt.“ Persönlich hätte sie schon eine Stelle im Auge, wo sie ein Kunstwerk als passend empfinden würde. „Ich bin in diese Entscheidung aber nicht eingebunden und deshalb gespannt, wie die Jury entscheidet.“

Für das überregionale Projekt der Drei Leader-Regionen Zweistromland-Ostelbien, Sachsenkreuz+ und Leipziger Muldenland endete jetzt die erste Stufe der Ausschreibung. Eine elfköpfige Juri mit Vertretern der Städte Mügeln, Leisnig, Döbeln und Grimma sowie dem Referat der Lutherdekade, dem Landkreis Leipzig, den Künstlerhäusern Prösitz und Schaddel, der beteiligten Leadergebiete, der Akademie der Bildenden Künste Wien und einem Schülervertreter aus Delitzsch nahm ihre Arbeit auf.

Künstler bewerben sich mit Entwürfen

Insgesamt hatten sich 17 Künstler mit 18 Entwürfen um die Vergabe zur Schaffung von vier Kunstwerken auf dem Sächsischen Lutherweg beworben. Im Vorentscheid wurden nun acht Kunstwerke ausgewählt, die es in die zweite Stufe des Wettbewerbes schafften. „Es geht um die Ausgestaltung des Lutherweges zum Thema Reformation“, informiert Iris Schönbrodt vom Kulturförderverein Schaddelmühle. Die Künstler waren aufgerufen, Kunstwerke für den ländlichen Raum auf dem Sächsischen Lutherweg zu entwerfen.

„Kriterien sind der Bezug zu Martin Luther sowie die Originalität der Exponate. Da die Kunstwerke in der Landschaft stehen sollen, müssen sie vor allem auch witterungsbeständig sein und eine Mindesthaltbarkeitsdauer von zehn Jahren haben“, so Schönbrodt. Aus welchem Material sie angefertigt werden, sei den Teilnehmern des Wettbewerbes nicht vorgegeben.

Vier Kunstwerke, je eins in jeder Stadt

„Querbeet, zum Beispiel aus Keramik, Stahl oder Stoff“, nennt Schönbrodt einige Beispiele. Ziel sei es, die regionale Identität zu stärken, den Menschen die Bedeutung der Reformation näher zu bringen sowie wirtschaftliche Impulse für die Tourismusbranche zu schaffen. Ein weiterer Schwierigkeitsgrad des Projektes bestehe darin, die Bevölkerung der Region in den Entstehungsprozess mit einzubeziehen. So sollen die Kunstwerke in Mitarbeit von Schulen, Vereinen und anderen Interessenten als Teil der Gemeinschaft in Angriff genommen werden.

Es gehe schwerpunktmäßig darum, die Entstehung von Kunst nicht mehr von „oben“ zu regulieren, sondern einen gemeinsamen Schaffens- und Erhaltungsprozess mit den Bürgern der Städte Döbeln, Grimma, Leisnig und Mügeln ins Leben zu rufen. Am Montag,dem 6. November, endet die zweite Stufe des Wettbewerbes, in dem die ausgelobten acht Künstler der Jury ihre Modelle der Kunstwerke vorstellen. Die Jury wählt vier Ausschreibungsgewinner aus, deren Projekte von den Künstlern in Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen verwirklicht werden.

Von H. Großnick, S. Robak

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