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„So bleibt für immer ein Stück von uns in Hartha“

Baumpaten für den Friedhof „So bleibt für immer ein Stück von uns in Hartha“

Eine schwarz-rote Hängebuche oder auch Trauerbuche genannt ist der 27. neugepflanzte Baum auf dem Harthaer Friedhof, der eigene Baumpaten hat. Die Harthaer Geschwister Herbert und Lothar Seidel und ihre Schwester Irene Teichert übernahmen am Sonntag feierlich die Patenschaft für den von ihnen ausgesuchten Baum.

Die Geschwister Herbert Seidel, Irene Teichert und Lothar Seidel (v.l.) sind nun Paten für die von Friedhofsgärtner Sebastian Markert ausgesuchte Trauerbuche.

Quelle: Jörg Schreiber

Hartha. Eine schwarz-rote Hängebuche oder auch Trauerbuche genannt ist der 27. neugepflanzte Baum auf dem Harthaer Friedhof, der eigene Baumpaten hat. Die Harthaer Geschwister Herbert und Lothar Seidel und ihre Schwester Irene Teichert übernahmen am Sonntag feierlich die Patenschaft für den von ihnen ausgesuchten Baum. „Gleich in Sichtweite unseres Baumes liegt das Grab unserer Eltern Luzie und Helmut Seidel“, sagt Herbert Seidel und sei Bruder ergänzt: „Wir fühlen uns mit unserer Heimatstadt Hartha verbunden. Mit dem Baum bleibt nun auch ein Stück von uns für immer in Hartha.“ Herbert Seidel (65) ist noch immer in der Stadt zuhuase. Der kleine Bruder Lothar (59) lebt und arbeitet in Leipzig. Die Schwester Irene (68) wohnt in Massanei. Die Idee von Friedhofsgärtner Sebastian Markert zu den Baumpatenschaften und der parkähnlichen Gestaltung des Harthaer Friedhofes finden die drei Geschwister toll. „Ich freue mich über die gepflegten Wege und Anlagen. Es hat sich viel getan auf unserem Friedhof“, lobt Herbert Seidel.

Heller und freundlicher soll der Friedhof werden. Dafür setzt sich Friedhofsgärtner Sebastian Markert seit seinem Amtsantritt im Mai 2014 ein. Mit einem Kollegen und einem jungen Mann um Bundesfreiwilligendienst kümmert er sich um die Anlagen. In dem Zug müssen Bäume, bei denen sich die Altersschwäche bemerkbar macht, weichen. Besonders die hochgewachsenen Fichten sind von gebrechlichem Geäst und Krankheit gezeichnet. Die sollen nach und nach entfernt werden. Damit der Baumbestand auf dem Harthaer Friedhof aber möglichst unverändert bleibt, sorgt Sebastian Markert mit Unterstützung der Baumpaten dafür, dass zügig Ersatz gepflanzt wird.

Seit 2016 trägt die Idee Früchte, Bürger zu finden, die Baumpaten werden. Seit seinem Aufruf haben sich 27 Menschen gefunden, die sich beteiligen. Das geht, in dem Geld für die Anschaffung eines Baumes gespendet wird. In Abstimmung mit Friedhofsgärtner wird der Baum gepflanzt, um den sich die Baumpaten idealerweise die ersten zwei, drei Jahre kümmern. „Gerade, wenn die Temperaturen wieder höher sind und die Sonne mehr scheint, braucht so ein frischgepflanzter Baum regelmäßig Wasser“, erklärt Markert. Wer möchte, bekommt auch ein Schild zum Baum – auf dem stehen Name des Paten und Baumart, damit Besucher des Friedhofes gleich was lernen. Auch eine Hochzeit oder Taufe könnte als Anlass für solch eine Baumpatenschaft genommen werden. Der Friedhofsgärtner ist offen für Ideen und Vorschläge. Auch der Denkmalschutz hat ein Wörtchen mitzureden, da es sich beim Harthaer Friedhof um ein Flächendenkmal handelt.

Wer ebenfalls Baumpate auf dem Harthaer Friedhof werden möchte , kann sich telefonisch unter 034328/39 150 oder per E-Mail unter der Adresse sebastian.markert@evlks.de melden.

Von Thomas Sparrer

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