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So geht Hochwasserschutz:Training bei strahlendem Sonnenschein

So geht Hochwasserschutz:Training bei strahlendem Sonnenschein

Hochwasseralarm am ehemaligen Sonnenstudio in der Ritterstraße 10. Trotz 35 Grad Hitze und Sonnenschein wurden am Freitag an allen Fenstern und Türen des Gebäudes die Dammbalken des neuen Hochwasserschutzsystems eingebaut.

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Mitarbeiterin Silke von Känel von WM Immobilien nummeriert die Dammbalken. Hausbesitzer Sebastian Müller baut sie ein.

Quelle: T. Sparrer

Hausbesitzer Sebastian Müller und sein Vater, Immobilienunternehmer Wolfgang Müller, haben das Gebäude gerade um und ausgebaut und verhandeln mit drei vielversprechenden Interessenten über eine Neuvermietung des gut gelegenen Geschäftes in der Ritterstraße.

 

Jetzt wurde erst einmal das neue Hochwasserschutzsystem ausprobiert. In den normalen und den Rundbogenfenstern des Gebäudes sowie der etwas verrückten Eingangstür werden dazu sechs bis 14 Dammbalken aus Aluminiun in ein Schienensystem eingeführt. 30 bis 40 Zentimeter höher als das Hochwasser 2013 hier stand, wird das System schützen. Nach gerade mal zehn Minuten sind alle Schotten dicht. Alle Fenster- und Türöffnungen haben eine römische Ziffer erhalten dann sind die Balken der Reihe nach durchnummeriert, so wie sie in das jeweilige Fenster eingebaut werden müssen. Silke von Känel, Mitarbeiterin in Wolfgang Müllers Immobilienunternehmen, hat alles genau dokumentiert. Wolfgang Müller hat dazu mehrere Blätter eines Alarmplanes zusammengestellt. Neben dem Aufbau des im Heizungsraum gelagerten Dammbalkensystems enthält der Plan auch alle weiteren Arbeitsschritte im Falle eines Hochwassers. So muss die Rückstauklappe in einem Schacht von Hand geschlossen werden, muss nach den Regenfallrohren geschaut und die Tauchpumpe in die dafür vorgesehenen Schächte eingesetzt werden. Ja selbst an die Kiste Bier neben dem Notstromaggregat im ersten Obergeschoss hat Wolfgang Müller mit seinem Plan gedacht. Denn der Notstromer versorgt die Pumpen mit Strom. Die wiederum bringen durch die Wände eindringendes Wasser über ein Oberlicht wieder nach draußen, damit es gar nicht erst innen steigen und Schaden anrichten kann. Das Notstromaggregat muss deshalb ständig kontrolliert werden, damit das Benzin nicht ausgeht. Der Kasten Bier dient als Kontrollhilfe. An insgesamt vier seiner Häuser hat Wolfgang Müller das Dammbalkensystem schon eingebaut. Etwa die Hälfte seiner Häuser in der Innenstadt will er damit ausstatten. Gerald Hübner vom Zentrum für Hochwasserschutz weißt dabei gleich darauf hin, dass wegen der enormen Nachfrage für das System etwa ein halbes Jahr Wartezeit realistisch ist.

 

Das Haus des ehemaligen Sonnenstudios in der Ritterstraße 10 erhält nun einen mit der Denkmalpflege abgestimmten Farbanstrich, um sich von den Nachbarhäusern abzusetzen. In den nächsten Monaten soll das Geschäft neu vermietet werden. Die Verhandlungen dazu laufen.

Thomas Sparrer

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