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Döbeln So soll die neue Döbelner Muldenbrücke aussehen
Region Döbeln So soll die neue Döbelner Muldenbrücke aussehen
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09:56 22.12.2016
So sehen die Entwürfe des Brückenbauwerkes aus. Quelle: Foto/Montage: VIC/Sven Bartsch
Döbeln

Für runde 4,3 Millionen Euro soll am Ende der Schillerstraße die neue Döbelner Muldenbrücke zur Sörmitzer Straße gebaut werden. Wann ist noch nicht ganz klar. Doch im Haushalt des kommenden Jahres sind schon mal 1,7 Millionen Euro und im Haushalt des Jahres 2018 runde 2,5 Millionen Euro dafür eingepreist. Die aktuellen Planungen bis zur Leistungsphase drei für den Bauwerksentwurf, die Lärmschutzwand sowie eine Stützwand im Bereich der Zufahrt zum Betriebsgelände von Typofol an der Sörmitzer Straße, bilden aktuell die Grundlage für den Förderantrag, der jetzt im Rathaus und parallel im Ingenieurbüro VIC Planen und Beraten GmbH in Dresden vorbereitet wird.

Mit der unteren Wasserbehörde beim Landratsamt gab es in der vergangenen Woche eine Abstimmung. Es ging darum, wie die Brückenbauarbeiten während der Bauzeit den Fließquerschnitt der Mulde beeinflussen. Auch mit der Planfeststellungsbehörde bei der Landesdirektion gibt es im Januar noch eine Abstimmung zum Förderantrag.

Theoretisch könnte der Bau der seit Jahrzehnten geplanten zusätzlichen Muldenquerung schon losgehen, wenn das Fördergeld genehmigt wäre. Denn mit dem Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Chemnitz besteht für das Vorhaben bereits seit einiger Zeit Baurecht. Daran kann auch eine Klage des früheren Döbelner Bürgermeisters Matthias Girbig nichts ändern. Ihm gehört eine 800 Quadratmeter große Wiese, die für das Brückenbauprojekt benötigt wird. Er will nicht freiwillig verkaufen. Beim Verwaltungsgericht Chemnitz liegt dazu seit Juni 2015 eine Klage gegen den Freistaat Sachsen und den straßenrechtlichen Planfeststellungsbeschluss vor. Der 102 Seiten starke Planfeststellungsbescheid ist aber bestandskräftig. Die Klage des Ex-Bürgermeisters hat damit nach Auskunft von Baudezernent Thomas Hanns im jüngsten Stadtrat keine aufschiebende Wirkung.

Die neue Brücke soll das in Stoßzeiten recht lästige innerstädtische Stauproblem beenden und gleichzeitig den konzeptionellen Hochwasserschutz der Stadt verbessern. Die Pläne für diese neue Muldenbrücke in Döbeln existieren bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit 1990 wurde das Projekt in verschiedenen Varianten untersucht und immer wieder heftig diskutiert. Für Döbelns Baudezernent Thomas Hanns bringt die neue Brücke mit der innerstädtischen Entlastungsstraße auch einen erheblicher Sicherheitsgewinn für die Stadt. „Gerade beim letzten Hochwasser oder auch bei anderen Havarien hat sich gezeigt, wie anfällig das Döbelner Verkehrskonzept ist. Wenn die Oberbrücke mal durch Bagger bei Hochwassergefahr oder durch andere Havarien blockiert ist, verlängern sich die Fahrtwege zum Krankenhaus und der Feuerwehr erheblich.“ Durch das Hochwasser 2013 sind die Brückenbaupläne ein Jahr in Verzug geraten. Damals hatten Stadtverwaltung und Räte der Hochwasserschadensbeseitigung höchste Priorität eingeräumt.

Auf der Sörmitzer Uferseite ist die neue Brücke aber bislang nur eine unvollständige Verkehrslösung: Ein Weiterbau der Trasse durch die Sandgrube bis zum Stadtbauhof Richtung Döbeln-Ost soll mittelfristig weiter verfolgt werden, wenn die Fördermittel für den Brückenbau bestätigt sind. Auch darüber wurde in diesem Jahr im Stadtrat diskutiert und es gab entsprechende Beschlussvorschläge.

Von Thomas Sparrer

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