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Döbeln Söhnel GmbH investiert 3,5 Millionen in neuen Standort
Region Döbeln Söhnel GmbH investiert 3,5 Millionen in neuen Standort
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11:06 10.02.2019
So soll er aussehen, der neue Standort der Roßweiner Söhnel Elektroanlagen GmbH in Leipzig Heiterblick. 3,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Bau der neuen Niederlassung. Quelle: (Grafik) Zache
Rosswein/Leipzig

Die Roßweiner Söhnel Elektroanlagen GmbH investiert 3,5 Millionen Euro in einen neuen Firmenstandort. In Leipzig Heiterblick entsteht auf 8.800 Quadratmetern Gesamtfläche eine neue Niederlassung des Unternehmens, das seine Firmenzentrale im Roßweiner Gewerbegebiet Goldene Höhe hat.

Perspektivisch mehr als 100 Mitarbeiter für neuen Standort

Dass Firmenchef Rico Söhnel in Leipzig baut, liegt daran, dass er dort im vergangenen Jahr zwei Unternehmen übernommen hat, die altersbedingt Nachfolger gesucht haben. Die Elektrofirma und die Fernmeldebaufirma befinden sich momentan an getrennten Standorten und beschäftigen aktuell zusammen etwa 55 Mitarbeiter.

Am neuen gemeinsamen Standort sollen perspektivisch über 100 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz haben. Das, so Rico Söhnel, ist das Ziel für die nächsten fünf Jahre. „Wir haben so viel Arbeit“, so der Firmenchef. Man brauche immer mehr gut ausgebildete Leute. Das ist auch einer der Gründe, warum die Söhnel Gruppe weiterhin ein offenes Ohr hat, wenn Elektrounternehmen in der Region Leipzig oder Dresden eine Nachfolge suchen. „Dann kann man gern mit uns in Kontakt treten“, so Rico Söhnel. Denn: „Wir sind immer an den Fachkräften interessiert.“

Spatenstich im Mai

Nachdem sich der Roßweiner bereits im Raum Dresden nach der Übernahme von zwei Fernmeldefirmen (2013 Dresden, 2015 Coswig) zum Marktführer im Fernmeldebau entwickelt hat und dort 90 Mitarbeiter beschäftigt, ist das nun auch für Leipzig der Plan. Zusätzlich zu einem Bürogebäude auf 1.200 Quadratmetern und etwa 1.500 Quadratmetern Hallenfläche soll auch das firmeninterne Schulungszentrum am Leipziger Standort angesiedelt werden. Der Spatenstich für den Neubau ist für Mai geplant, fertig sein soll er im April 2020.

Während von Roßwein aus bundesweite Großprojekte geplant werden, liegt die Kernkompetenz des Leipziger Standortes auf dem Bau von Mittelspannungsanlagen, Trafostationen, Blitzschutzanlagen und Datentechnik. Eine eigene Planungsabteilung für Leipzig ist in Arbeit. Geplant ist außerdem, Übernachtungsmöglichkeiten für einen Teil der etwa 70 Mitarbeiter von ausländischen Nachunternehmen am Leipziger Standort anzulegen.

Erweiterung des Roßweiner Standortes denkbar

Bauliche Erweiterungen sind perspektivisch auch für den Standort Roßwein denkbar, bestätigt Rico Söhnel, der angrenzend an sein aktuelles Firmengelände vor drei Jahren noch 8.000 Quadratmeter Land erworben hat. „Es gibt bereits Planungen“, sagt er. Doch momentan wolle man sich zunächst auf das Leipziger Projekt konzentrieren, um dann 2020 neu darüber zu befinden, ob Roßwein ausgebaut werde. Momentan sei jeder freie Büroplatz auf der Goldenen Höhe besetzt. Die Halle sei ebenso gut ausgelastet. Insgesamt sind direkt in Roßwein 55 Mitarbeiter beschäftigt, darunter zwölf Elektromeister. „Das ist eine recht große Dichte. So können wir eine gute Betreuung von Mitarbeiterin und Auszubildenden absichern“, ist der Firmenchef stolz.

Ein Elektromeister werde übrigens auch für den Standort Leipzig für den Installationsbereich gesucht. Grundsätzlich ist das Unternehmen mit insgesamt 230 Festangestellten immer an guten Fachkräften für den regionalen und überregionalen Einsatz im Bereich Elektro, Tief- und Straßenbau interessiert.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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