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Döbeln Sogar Udo sang ein Ständchen: Waldheim feiert 30 Jahre Oberschule
Region Döbeln Sogar Udo sang ein Ständchen: Waldheim feiert 30 Jahre Oberschule
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Lehrer in Aktion: Die Udo-Lindenberg-Parodie war auf der Schulfesteröffnung der Kracher. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Wenn die Volkspolizei vor 30 Jahren in eine Schule kam, gab es vor allem Verkehrsverserziehung. Wenn die Polizei heutzutage in eine Schule kommt, geht es um Verkehrserziehung im erweiterten Sinn. So wie neulich in der Waldheimer Oberschule, die vor 30 Jahren als eine der modernsten Schulen im damaligen Kreis Döbeln den Lehrbetrieb aufnahm. Und wo die Schüler jetzt vom Präventionsbeamten der Polizeidirektion Chemnitz gelehrt bekommen, wie sie den Datenverkehr auf den sozialen Netzwerken im Internet so gestalten, dass er ihnen später nicht auf die Füße fällt. „Ich hatte die Polizei angeschrieben, ob sie dazu mal informieren kann: Was gebe ich preis. was kann ein shitstorm auslösen und wie wehre ich mich dagegen, kann ich sogar gegen Gesetze verstoßen?“, schildert Schulsozialarbeiterin Madlen Seifert das Anliegen des Präventionsunterichtes mit der Polizei. Gemeinsam mit der Deutsch-Lehrerin Janine Bohne arbeiten die Schüler das Gelernte dann noch mal im Unterricht auf.

Schulsozialarbeiterin, soziale Netzwerke, shitstorm – das waren für die Schüler vor 30 Jahren Fremdworte. Die ersten Computer sahen sie in der damaligen Polytechnischen Oberschule „Alexander und Gertrud Neroslow“ erst 1991.

Schulleiter Jürgen Köber eröffnet das Waldheimer Schulfest. Quelle: Jan Genscher

Heute haben 17 von den 18 Sechstklässlern ein Smartphone, die die Polizei neulich über die Gefahren des Internets informierte. Vor 30 Jahren wurde noch mündlich getratscht und vielleicht auch manche Auseinandersetzung mal körperlich ausgetragen. Eines war die Waldheimer Oberschule schon damals: Ein für die Verhältnisse der DDR sehr moderner Schulbau. Noch dazu von einem ungewöhnlichen Typ mit seinen drei Häusern, die an aneinandergestellte Würfel erinnern. Jürgen Köber erlebte den Neubau der Schule als Lehrer mit und war nach der Wende als Direktor mitten im Baugeschehen beim Umbau. Seit der Wende flossen übrigens fünf Millionen Euro in die Waldheimer Oberschule.

Bei Quelle: Jan Genscher

„Im Haus A waren die Klassenzimmer der Unterstufe, im Haus B die der Oberstufe. Die Schule war damals eine der modernsten Einrichtungen der Volksbildung im Kreis Döbeln“, sagte Jürgen Köber zur Festveranstaltung in der Turnhalle, die den Auftakt zum Schulfest bildete und seinem Abschied aus dem Staatsdienst als Lehrer gewidmet war. Direktor Köber geht in Pension.

Er hinterlässt eine Schule, die allen Grund zum Feiern hat. Nicht, weil sich der Chef in den Ruhestand verabschiedet, sondern weil sie mittlerweile eine der modernsten Schulen im Altkreis Döbeln sein dürfte. Wenn dann noch die Außenanlagen komplett auf Vordermann gebracht sind, ist alles tipptopp. Im kommenden Jahr soll dieser letzte, 150 000 Euro teure Bauabschnitt der Schulsanierung beginnen. Bereits 2001 ließ die Stadt das Gebäude energetisch umbauen, ließ Dach und Fassade erneuern. In den Jahren 2008/2009 kam das Innere des Schulhauses dran – bei laufendem Unterrichtsbetrieb, so wie es Waldheim jetzt auch bei der Grundschule umsetzt.

Bei der Hitze diente die Hüpfburg eher als große Luftmatratze Quelle: Jan Genscher

Ganztagsangebote, Schulband und interaktive Tafeln – das waren vor 30 Jahren im Waldheimer Schulbetrieb auch Fremdworte. Nun berichtet der scheidende Direktor vom Förderverein, der sich 2000 gründete, die Ganztagsangebote ermöglicht und die Schule jährlich mit 40 000 Euro unterstützt. Jürgen Köber verlässt auch eine Schule, in der Schwamm und Kreide ausgedient haben. Sie ist komplett mit sogenannten interaktiven Tafeln ausgestatten, wo Lehrer nicht nur Datenträger anstöpseln können, um den Vortrag mit einer Präsentation zu bereichern. Man schreibt daran nicht mit Kreide, sondern mit speziellen Stiften, kann andere Medien, wie zum Beispiel Filme darauf zeigen. Jürgen Köber hat sich sehr für diese modernen Tafeln eingesetzt. Dank der Matthes-Stiftung, der Kreissparkasse Döbeln, Gaby Zemmrich, Straßenbau Estler und weiteren Sponsoren ist die Ausrüstung der Schule mit diesen interaktiven Tafeln nun abgeschlossen.

Von Dirk Wurzel

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