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Döbeln Sogar mit Hund: Italiener macht Ehrenberg bunt
Region Döbeln Sogar mit Hund: Italiener macht Ehrenberg bunt
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Hereinspaziert: Pier Giorgo Furlan und Mimo begrüßen die Besucher auf Rittergut Ehrenberg. Quelle: Dirk Wurzel
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Ehrenberg

Mimo ist ein fünf Jahre alter Dalmatinerhund und der Hans Dampf auf Rittergut Ehrenberg. Er hat sogar einen eigenen Briefkasten, damit ihm die Kinder Briefe schreiben können, wie sein Herrchen Pier Giorgo Furlan erzählt. Und vielleicht lernt ja der eine oder andere Besucher der Kulturveranstaltungen in Ehrenberg den freundlichen Dalmatiner kennen. Gut möglich, dass Mimo schon in diesem Sommer im Park spazieren gehen kann. Denn diesen will Pier Giorgo Furlan wiederbeleben. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anlage zugewachsen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten starten, zunächst ist Freischneiden angesagt. Danach gilt es, Wege anzulegen. Die plant Pier Giorgo Furlan als studierter Architekt. Er gibt zu, dass dies jede Menge Gehirnschmalz kostete. Mittlerweile gibt es aber gezeichnete Pläne vom Wegenetz im geplanten Park.

Kerkermeister erzählt Knastgeschichten

Recht vielseitig ist das Veranstaltungsprogramm, das der Verein Centro Arte Monte Onore für dieses Jahr auf die Beine gestellt hat. Es steht unter dem Motto „Das Rezept des Lebens: La dolce vitwa – la joie de vivre.“ Ob „Gespräche mit dem Kerkermeister“, Katharina von Bora oder Lochkamera-Bilder, ob literarisch-musikalischer Abend oder Vortrag über eine Bergwanderung – es gibt viel zu erleben im Rittergut Ehrenberg. Zu den „Gesprächen mit dem Kerkermeister“ lädt Karl-Heinz Herden, Gefängnisdirektor a.D. schon am 25. März und wird dabei mancherlei Geschichten aus dem Waldheimer Justizvollzug berichten. Dabei assistiert ihm der Ur-Waldheimer Wolf-Dieter Bleil, den der Stadtrat jüngst zum Friedensrichter gewählt hat. „Die beiden sind gute Freunde von mir, haben in unserem Theaterstück Pinocchio mitgespielt“, erzählt Pier Giorgo Furlan. Das Stück, bei dem behinderte und nichtbehinderte Menschen Seit an Seit Theater spielen, führt der Verein übrigens 2017 wieder auf – am 6. Mai.

Aus dem Programm

Sonntag, 5. März: Ausstellung mit Ronald Münch, Malerei, Grafik, Objekte. Der 44-jährige gebürtige Mittweidaer hat mittels Kunst den Alkohol bezwungen. Er gründete die Selbsthilfegruppe „Gruppe 5“ und den Verein „Grüne Tomaten. 2013 erhielt er den Sächsischen Selbsthilfepreis.

Sonntag, 9. April 15 Uhr: „Das Rezept: Katharina von Bora und ich“, Lesung mit Regina Röhner. Der Beitrag des Vereins Centro Arte Monte Onore zum Lutherjahr. Regina Röhner ist freiberufliche Schriftstellerin. Aus ihrer Feder stammen Kinderbücher, historische Romane und viele Bücher zu Küche und Natur. Sie wird am 9. April auch eine kleine kulinarische Überraschung aus ihrer Küche anbieten.

Sonntag, 21. Mai 15 Uhr: „Erdbeeren mit Pfeffer“ Ulrike Brummert Jörg Kersten und Olivia Gladosch. Die drei werden in vertraut virtuoser Manier in Liedern und Texten von diversen Kulturtechniken und Geheimnissen künden.

4 und 5. Juni: „Kunst: offen in Sachsen“ Zum zwölften Mal öffnet das Rittergut zu dieser Aktion seine Tore. Besucher können hinter die Kulissen schauen. Am Pfingstsonntag zeigt Marek Pozniak die camera obskura , wobei sich die Besucher selbst mit der Lochkamera ablichten lassen können.

Sonntag, 16. Juli, 14 Uhr: „Begegnung – kulturelle Vielfalt“, Filmbeitrag und Ausstellung. Im vergangenen Jahr entstand auf dem Rittergut ein Film, bei dem polnische und deutsche Studenten gemeinsam arbeiteten. Mit dabei waren künstlerisch interssierte Kinder, Jugendliche und Asylsuchende. Die Idee dazu hatte Marek Pozniak, Professor der Film- und Theaterschule Lodz.

Sonntag, 15. Oktober 15 Uhr: „Art Changes. Life-Rezepte/Lösungen der zeitgenössischen Kunst“ mit ANja Seidel. Die 34-jährige gebürtige Mittweidaerin lernte zunächst gestaltungstechnische Assistentin und studierte dann Bildende Kunst sowie Malerei/Zeichnung in Berlin. Sie zeigt ain Ehrenberg unterschiedliche Arbeiten, die sich auch mit ihrer Heimatstadt Mittweida auseinandersetzen.

Sonnabend, 21. Oktober 19 Uhr: „la dolce vita“, ein herbstlicher Kunstgenuss mit Thomas Schmalz, Simone Juppe und Gerlinde Poldrack. Pier Giorgo Furlan sorgt für die Bewirtung mit typischen italienischen Gerichten. Im meditativen Zauber des Herbstes werden die Gäste an diesem Abend musikalisch, kulinarisch und literarisch verwöhnt.

„Durch diese Arbeit mit der Inklusion und Flüchtlingen haben wir ein sehr gutes Image. Das ist uns wichtig aber wir haben noch mehr zu bieten“, sagt Pier Giorgo Furlan. Das zeigt sich wiederum im Veranstaltungsplan. Der Chef selbst tritt am 16. September vors Publikum und berichtet über seine Bergtouren in den Pyrenäen, im Apennin und den Dolomiten. Wichtig ist Pier Giorgo Furlan die Tanzveranstaltung mit Jutta Voß. Sie ist Tanzforscherin und Dozentin für historischen Tanz. Sie berichtet am 24. Juni nicht nur über ihre Erfahrungen, Forschungsarbeit, Aufführungen und Inszenierungen, sondern zeigt beispielhaft unterschiedlich Tänze aus den Epochen.

Von Dirk Wurzel

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