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Solidarische Landwirtschaft erfolgreich gestartet

Auenhof Ostrau verkauft 25 Ernteanteile Solidarische Landwirtschaft erfolgreich gestartet

Mit Spannung hatte Katrin Leipacher vom Biogemüsehersteller Auenhof Ostrau die Gründungsveranstaltung zu ersten Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) außerhalb der sächsischen Großstädte erwartet. Auch mit zwei Mitgliedern hätte sie das Projekt begonnen. Doch der Zuspruch war mit mehr als 80 Besuchern noch höher als erhofft.

Erfolgreicher Start: 25 Ernteanteile hat Katrin Leipacher an Neumitglieder der Solawi Auenhof Ostrau schon verkauft.

Quelle: Gerhard Dörner (Archiv)

Lützschera. Start geglückt – und wie: Mehr als 80 Interessenten besuchten am Sonnabend die Gründungsveranstaltung der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) auf dem Auenhof Ostrau zwischen Wutzschwitz und Lützschera. Allein an diesem Tag konnte Hofleiterin Katrin Leipacher 25 Ernteanteile an Neumitglieder verkaufen. „Es waren viel mehr Leute da, als wir vorher gerechnet hatten. Das Ganze hat dann sogar bis 15 Uhr gedauert“, freute sich Leipacher gestern im Gespräch mit der DAZ nach der Auswertung des Auftakts.

Eigentlich hatte es nur von 10 bis 12 Uhr eine Vorstellung des Bio-Gemüsehofes und anschließend ein Mittagessen geben sollen. Doch wegen des großen Andrangs hatten Hofchef Oliver Leipacher und Solawi-Projektleiterin Maria Hesse alle Hände voll zu tun, den Besuchern die Gewächshäuser und Felder zu zeigen sowie die biologische Anbauweise zu erklären. Der Auenhof hat sich eine strikte Anbauordnung über die Bio-Regularien hinaus auferlegt, benutzt keinerlei künstliche Schädlingsbekämpfung und ausschließlich Gründünger für den Boden.

Davon können durch die Solawi – die erste außerhalb der drei sächsischen Großstädte Leipzig, Dresden und Chemnitz – Verbraucher aus der Region direkt profitieren. Um das Prinzip zu erläutern, hatte Katrin Leipacher extra einen Vertreter einer Dresdener Solawi eingeladen. „Er hat erklärt, wie sie es dort handhaben, wie die Kisten im Depot stehen“, sagte Leipacher. Die Idee: Menschen, die wissen wollen, wo ihr Gemüse herkommt, kaufen sich einen Ernteanteil, der für die Monatsversorgung eines Erwachsenen ausreichen soll. Auf dem Auenhof kostet dieser bis Jahresende 60 Euro. Dafür gibt es Stangenbohnen, Tomaten, Zucchini, Fenchel, drei Sorten frische Kräuter und weitere Sorten je nach Saison.

Das Gemüse wird einmal pro Woche kistenweise in einem Depot abgegeben, zu dem alle Mitglieder Zugang haben. „Wir haben jetzt Depots in Döbeln, Waldheim und im Kulturgut Gostewitz eingerichtet. Am Freitag muss die erste Lieferung stehen“, sagte Leipacher gestern. Alle gehören Mitgliedern, die den anderen Anteilseignern den Zugang gewähren. Denn die Solawi geht mit Beginn des September an den Start. Die neuen Mitglieder haben nun Zeit, bis Jahresende das Angebot zu testen. Solange läuft ihre Abnahmeverpflichtung.

Im November soll es die erste Mitgliederversammlung geben, auf der dann das erste komplette Erntejahr ab Januar 2018 besprochen wird. „In der Diskussionsrunde am Sonnabend kam bereits der Vorschlag, Hühner zu halten, um auch frische Eier zu haben. Das werden wir auf der Versammlung diskutieren und vielleicht schon gleich danach angehen“, blickte Leipacher voraus. Zudem können die Mitglieder gemeinsam bestimmen, welche Gemüsesorten in welchem Umfang im kommenden Jahr angebaut werden. Für den Hof, der bislang hauptsächlich Bioläden und Restaurants beliefert, bedeutet das Planungssicherheit und mehr Vielfalt auf den Feldern.

Das Potenzial der Solawi des Auenhofs ist riesig. 140 Ernteanteile haben die Dresdener auf vier Hektar Anbaufläche zu vergeben und sind damit ausgebucht. Der Auenhof könnte laut Katrin Leipacher 3500 bis 4000 Erwachsene mit frischem Gemüse versorgen. Für eine vierköpfige Familie wird mit 2,5 Anteilen gerechnet. Je Anteil werden rund 175 Quadratmeter Fläche bewirtschaftet. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit anmelden unter Tel. 034324/21595. Alle Details gibt es unter www.biogemuese-sachsen.de.

Von Sebastian Fink

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