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Döbeln Spätabholer sollen blechen – Stadt dreht an der Gebührenschraube
Region Döbeln Spätabholer sollen blechen – Stadt dreht an der Gebührenschraube
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17:34 02.05.2016
Seine Kinder länger als gedacht in der Kita zu lassen, kostet in Waldheim bald deutlich mehr Geld als bisher. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Damit Kinder nicht zu lange in den Waldheimer Kita bleiben, wollte die Stadt an der finanziellen Steuerschraube drehen und sich diese Mehrbetreuung richtig teuer bezahlen lassen. 17,85 pro angebrochene Stunde sollte es kosten, sein Kind verspätet aus der Krippe abzuholen, für Kindergartenkinder sollten zehn Euro pro angefangene Stunde fällig werden und bei Hortkindern neun Euro.

Dank der Fraktion die Linke im Waldheimer Stadtrat wird es nun billiger. Mit den Stimmen der CDU schaffte der Linken-Antrag die Mehrheit, wonach nun zwölf Euro pro angefangene Stunde bezahlt, wer sein Kind zu spät aus der Krippe abholt. Im Kindergarten werden acht Euro und im Hort sechs Euro fällig.

Den Leuten zeigen, dass es so nicht geht

Widerstände gegen den Antrag der Linken kamen aus der FDP. „Es geht um das Klientel, das viel Zeit hat, die Kinder für sechs Stunden in der Einrichtung anmeldet und neun Stunden dort lässt. Wir müssen den Leuten zeigen, dass es so nicht geht“, begründete FDP-Stadtrat Sandro Dierbeck die teurere Variante. Auch Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) sprach, wenngleich auch etwas diplomatischer, von „jungen Eltern, die die Zeit voll ausschöpfen und sich lieber mit anderen Dingen beschäftigen, als mit ihren Kindern.“ Von Seiten der Verwaltung begründete Elke Vorberger, im Hauptamt zuständig für Schulen, Kita und Jugend, die höheren Gebühren für die Mehrbetreuung damit, dass diese mit dem Städte- und Gemeindetag abgestimmt seien. Außerdem sagte sie, dass es natürlich Ausnahmen gibt. Die Stadt will keine junge Mutti zur Kasse bitten, die auf dem Heimweg von der Arbeit mal im Stau steht.

Erhöhte Gebühr trifft nur säumige Eltern

Linken-Stadtrat Peter Buschmann war die Steigerungsrate einfach zu hoch. „Von vier auf 17 Euro – das ist zu viel“, sagte er Blick auf die Krippengebühr für Spätabholer. CDU-Rat Ricardo Baldauf warnte vor Pauschalierungen, was die Motive für verspätete Eltern angeht. Auch Christin Rönisch (Linke) kritisierte den Vorschlag der Verwaltung mit den teureren Gebühren. Sie müsse auch immer bezahlen, obwohl sie arbeiten geht und deswegen manchmal zu spät kommt.

Die jetzt beschlossene Erhöhung der Kita-Gebühren betrifft nur die säumigen Eltern. Ansonsten ändert sich nichts an den Preisen für Kindergarten, Krippe und Hort. Die Gebühren für die Mehrbetreuung hat die Stadt zuletzt 2002 erhöht.

Von Dirk Wurzel

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