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Döbeln Spende für Kirchenbauverein Technitz
Region Döbeln Spende für Kirchenbauverein Technitz
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23:58 02.12.2013
Im schiefen Turm zu Technitz: Wenn Gabriele Langner (r.) Gäste wie Steffen und Katrin Model bis auf den Glockenboden des Technitzer Kirchturms führt, erzählt sie ihnen auch von der leichten Neigung des 50 Meter hohen Turms. Problematisch ist diese aber nicht. Quelle: Dirk Wurzel

Viel Arbeit. Viel Geld. Durchhaltevermögen. Das alles ist gefordert, um die Technitzer Kirche wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Wer im Inneren des Gotteshauses im klassizistischen Baustil steht, kann dies nachvollziehen: Wasserflecken an den Wänden künden von unheilvollen Zeiten eines kaputten Daches, das aber seit 2008 wieder in Ordnung ist. "Auch die Orgel müsste saniert werden, aber das können wir erst machen, wenn das Innere der Kirche wieder hergerichtet wurde", sagt Pfarrer Behrisch mit Blick auf das Großinstrument aus dem Hause des bekannten Dresdner Orgelbaubetriebes Jehmlich. Im Inneren der Kirche sind nämlich umfangreiche Bauarbeiten notwendig. Wassergeschädigter Putz muss ab, die Holzverschalung wahrscheinlich ebenso.

Aber das steht auf der Dringlichkeitsliste des eigens zur Gotteshaus-Verschönerung gegründeten Kirchenbauvereins nicht ganz oben. Zunächst gilt es, die Nordfassade auf Vordermann zu bringen. Ostseite und Turm sind bereits neu verputzt und gestrichen, gleichsam ließ die Gemeinde auch die Dachentwässerung des Gotteshauses erneuern. Ähnliches steht jetzt für die Nordseite an.

Hier bröckelt intensiv der Putz. Große Flächen freiliegenden Mauerwerks fallen dem Betrachter auch bei dämmrigen Licht sofort ins Auge. Gleichsam sind auch einige der historischen Fenstergewände aus Sandstein verschlissen. "Steinmetzarbeiten sind ein großer Posten", sagt Pfarrer Behrisch. Zugleich haben neben den Maurern und Steinmetzen auch die Dachklempner ordentlich Arbeit: Sie müssen nicht nur neue Dachrinnen und Fallrohre anbringen, sondern auch Blechverkleidungen der Fensterbänke erneuern. Rund 160 000 Euro sollen diese Vorhaben insgesamt kosten. Pfarrer Behrisch hofft einerseits, von der Basis-Förderung des Programms der Integrierten ländlichen Entwicklung profitieren zu können und das anderseits die evangelisch-lutherische Landeskirche auch ein Scherflein beisteuert.

Eine feste Fangemeinde hat die Technitzer Kirche allemal. Das zeigte sich zum gutbesuchten jüngsten Turmtreff zu Speis,- Trank und Blechblasmusik mit dem Bläserquartett der Musikschule in der Besetzung mit zwei Trompeten, Posaune und Tuba. Wer wollte, konnte mit Gabriele Langner vom Kirchenvorstand den 50 Meter hohen Turm erklimmen. Und erfahren, dass die Glocken in G-Dur gestimmt sind und sich der Turm auf seine Gesamtlänge um 65 Zentimeter neigt. Aber das erfordert keinen Handlungsbedarf.

Dirk Wurzel

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