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Spender für Ostrauerin Beate Wolf gefunden

Hoffnung für Leukämiekranke Spender für Ostrauerin Beate Wolf gefunden

Hoffnung für die an Leukämie erkrankte Beate Wolf aus Ostrau: Drei Monate nach der Diagnose ist ein Spender gefunden. Schon in der nächsten Woche soll die Transplantation der Stammzellen durchgeführt werden. Bei Familie und Freunden ist die Freude jedoch noch gedämpft. Erst müssen die Zellen ihre Arbeit aufnehmen.

Beate Wolf schöpft Hoffnung im Kampf gegen die Leukämie.

Quelle: Privat

Ostrau. „Es ist ein Spender gefunden worden.“ Dieser Satz von Konstanze Burkard von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) war der, auf den Beate Wolf, ihre Familie und alle Ostrauer gehofft hatten. Die an Leukämie erkrankte 45-Jährige soll schon in der nächsten Woche die wertvollen Stammzellen transplantiert bekommen, sagte Burkard. Wer der oder die Spenderin ist, bleibt aus Datenschutzgründen geheim. Sicher ist nur, dass es keine der 1156 neu registrierten Personen ist, die zur großen Typisierungsaktion am 10. April nach Ostrau gekommen waren. „Bisher gibt es noch gar keine Spender aus der Aktion, aber es sind auch noch nicht alle im Zentralregister aufgenommen“, erklärt Silvia Marcello, Sprecherin der Spenderneugewinnung bei der DKMS. Da diese mit mehr als sechs Millionen registrierten Spendern die mit Abstand größte Datei weltweit ist und als eine der wenigen mit hochauflösenden Typisierungen arbeitet, die schnell mit Gewerbemerkmalen von Patienten abgeglichen werden können, sei die Chance aber sehr hoch, dass es jemand aus der DKMS ist, die ihrerseits mit fünf Standorten weltweit vertreten ist.

Auch Beate Wolf selbst weiß nichts über ihren möglichen Retter. „Wir wissen gar nichts darüber“, sagt Tochter Theresa, die die Aktion in Ostrau maßgeblich mit organisiert hat. „Erst in zwei Jahren dürfen sie Kontakt miteinander aufnehmen“, erklärt sie.

Doch das steht nun auch hinten an. Zunächst müssen die Stammzellen vom Körper auch in der Weise angenommen werden, dass sie tatsächlich mit dem Bilden neuen Blutes beginnen. „Natürlich hat sich die Mutti gefreut“, sagt Theresa Wolf mit vorsichtigem Optimismus. Mehr sei derzeit aber noch nicht angebracht. Auch Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling, zugleich Schirmherr der Typisierungsaktion und Familie Wolf freundschaftlich eng verbunden, tritt auf die Euphoriebremse. „Ich habe die Nachricht mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen. Das ist ein Riesenschritt, aber wir wissen natürlich auch, dass es zum Feiern noch viel zu früh ist“, meint er.

Zufrieden zeigt er sich mit dem Ergebnis der Ostrauer Registrierungsaktion, die neben den potenziellen Spendern auch viel Geld für die DKMS gebracht hat. Rund 65 000 Euro wurden bislang überwiesen. Doch Schilling hebt auch die vielen Spender hervor, die Kleingeld in die 38 Sammelbüchsen in Geschäften und Tankstellen in und um Ostrau eingeworfen haben.“Wir hatten das Hartgeld in einer großen Blechdose und die war so schwer, dass wir sie spaßeshalber mal gewogen haben: 17 Kilo kamen dabei heraus. Da sind mir auf dem Heimweg die Arme recht lang geworden“, scherzt er.

Theresa Wolf ist es wichtig, noch einmal danke zu sagen an alle Spender und Helfer: „Die Aktion war für mich, für uns total krass. Ohne die Blutzieher und Schreiber wäre die Top-Organisation nie möglich gewesen. Ich will gar nicht einzelne Leute benennen, um keinen zu vergessen“, sagt sie. Das Aktionskonto bei der DKMS ist noch bis Oktober geöffnet. Spenden helfen jederzeit. Genau wie Daumendrücken für Beate Wolf.

i Spendenkonto DKMS: IBAN: DE90 8505 0300 3100 3319 81, BIC: OSDDDE81

Von Sebastian Fink

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