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Sperr-Geheimnis gelüftet: Arbeiter müssen neue Straße zum Teil noch mal bauen

Sperr-Geheimnis gelüftet: Arbeiter müssen neue Straße zum Teil noch mal bauen

Offenbar muss in einem Abschnitt der sanierten Staatsstraße zwischen Roßwein und B 175 der neue Bitumen wieder abgefräst und dann die Schwarzdecke erneut eingebaut werden. Es soll fehlerhaftes Material verwendet worden sein.

Roßwein. Die Kraftfahrer sind genervt. Die sanierte Staatsstraße 39 nördlich der Stadt ist augenscheinlich fertig. Trotzdem stehen noch die Verbotsschilder. Das erregte auch bei der Stadtratssitzung gestern Abend die Gemüter. Offenbar muss in einem ganzen Abschnitt der neue Bitumen wieder abgefräst werden. Was die Verzögerungen erklären würde. Andere Straßen waren ebenfalls Thema in der Sitzung.

© Die Staatsstraße 39 zwischen Gewerbegebiet Roßwein und B 175: "In einem Bereich soll wohl fehlerhaftes Material eingebaut worden sein. Das Landesamt für Straßenbau nimmt die Straße deshalb so nicht ab. Die Baufirma schlägt sich nun mit dem Lieferanten herum", berichtete Bauamtsleiterin Petra Steurer, was die Stadtverwaltung in Erfahrung gebracht hat. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) ergänzte, dass es sich um den Abschnitt zwischen Gewerbegebiet und Haßlau handeln soll. Das Abfräsen der neu eingebauten, aber scheinbar mangelhaften Bitumendecke und das Aufbringen einer neuen soll in den Herbstferien erfolgen. Hintergrund ist, den Schulbusverkehr nicht zu beeinträchtigen. Erst am 23. Oktober soll dann die Piste für den Verkehr freigegeben werden.

Zumindest Letzteres bestätigt das Landesamt für Straßenbau, wobei es es sich mit Begründungen zurückhält. Mit dem 23. Oktober liege man immerhin voll im Plan, hieß es zuletzt von Lasuv-Sprecherin Isabell Siebert. CDU-Stadtrat und Handwerksmeister Christian Senftleben geht bei solchen Worten der Hut hoch: "Die Straße ist fertig und wir dürfen nicht drüber fahren. Das versteht kein Mensch. Wir brauchen dringend diese Verbindung. Die Länge der Umleitung ist unzumutbar. Die Straßenbau-Beamten an ihren Schreibtischen wissen gar nicht, was hier los ist!"

© Die Schleichwege: Noch etwas wurmt den Naußlitzer. Während der Bau- und Sperrzeit werden auf den Schleichwegen, die zum Beispiel über Naußlitz, Ossig und Forst führen, von den schmalen Fahrbahnen die Ränder abgefahren. Der Bürgermeister kennt das Problem, aber: "Die offizielle Umleitung führt über Döbeln. Die Reparaturen bleiben deshalb an uns hängen. Doch erst mal müssen die Straßen ringsherum wieder frei sein."

© Die Obere Weinbergstraße: Hoffentlich nur einmal eingebaut werden muss die neue Schwarzdecke in der Oberen Weinbergstraße. Die Bitumen-Laster sollen nächste Woche anrollen, um die Straßenbaumaschine füttern. Damit die großen Geräte im Einmündungsbereich zur Döbelner Straße auch richtig rangieren können, wird diese am Mittwochvormittag, zwischen 9 und 12 Uhr, komplett gesperrt, wie Michael Klöden von der Stadtverwaltung informierte. Die Umleitung erfolgt über die Weststraße und Stadtbadstraße und in der Gegenrichtung über die Rüderstraße, weshalb in diesen Stunden dort zum Teil eingeschränkte Parkmöglichkeiten bestehen. Die Freigabe der Oberen Weinbergstraße erfolgt laut Petra Steurer am 19. Oktober.

© Kreisstraße bei Grunau: Diese soll wie geplant ab heute, voraussichtlich ab Mittag, nach über zweijähriger Sperrung wieder befahrbar sein.

© Durchlass bei Ossig: Noch diesen Herbst wird der Durchlass der Verbindungsstraße zwischen Haßlau und Ossig saniert. Dieser ist zu klein und beschädigt, weshalb zurzeit bei starken Regenfällen das Oberflächenwasser unkontrolliert über die Straße fließt. Geplant ist, ein größeres Stahlbetonrohr einzubauen, die Wasserführungen und Bankette zu erneuern.

Olaf Büchel

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