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Döbeln Sperrige Abfälle bald kreisweit einheitlich entsorgen
Region Döbeln Sperrige Abfälle bald kreisweit einheitlich entsorgen
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21:12 26.03.2012
Anstößig sieht er aus - dieser Müllhaufen an einem Waldheimer Straßenrand. Das Problem: Bei Sperrmüll-Straßensammlungen werden häufig Abfälle abgestellt, die gar nichts mit Sperrmüll zu tun haben. Bis die Sache geklärt, die Verursacher gefunden sind, vergehen oft Tage, in denen es dann solch hässliche Bilder gibt. Quelle: W. Sens
Mittelsachsen

So viel steht fest: Für den Bürger des Altkreises Döbeln wird sich bei der Abfallentsorgung einiges ändern. Drei Punkte werden hier näher vorgestellt:

1. Sperrmüll: Zurzeit ist die Entsorgung sehr unterschiedlich geregelt. Im Altkreis Freiberg wird sperriger Abfall über die Annahme in Wertstoffhöfen und eine Abholung am Grundstück mittels Bestell-Doppelkarte erfasst. Beides ist bis drei Kubikmeter bereits in der Grundgebühr enthalten. Im Entsorgungsgebiet Mittweida gibt es eine gebührenpflichtige Abholung am Grundstück (18 Euro für bis zu zwei Kubikmeter). Im Raum Döbeln erfolgt die Sperrmüllentsorgung per Straßensammlung (dreimal jährlich/in Grundgebühr enthalten). Ziel ist, eine Kombination aus Entsorgung über Wertstoffhof und Kartenabrufsystem (Freiberger Modell) im gesamten Landkreis zu etablieren. Für ein flächendeckendes Angebot soll die Zahl der organisierten Wertstoffhöfe von derzeit fünf auf elf bis 15 erhöht werden. Deren genaue Standorte stehen noch nicht alle fest. Gegen das kostengünstigere Döbelner Modell spreche die erhebliche Beeinträchtigung des Ortsbildes. "In Döbeln liegt der Müll bis zur Abholung auf den Gehwegen oder auf der Straße herum. Erst kommen die Polen und wühlen darin herum, dann kommen die Tschechen... Das ist keine optimale Lösung", sagt der erste Beigeordnete des Landrates, Dr. Manfred Graetz (CDU). Ziel ist zudem, sperrigen Abfall aus Holz und sonstigen sperrigen Abfall bereits bei der Erfassung zu trennen, da der Holzmüll energetisch verwertet werden kann und sich somit sogar Erlöse erzielen lassen.

2. Papier und Pappe: In den Entsorgungsgebieten Mittweida und Freiberg wird Altpapier ausschließlich über die Blaue Tonne am Haus gesammelt. Im Raum Döbeln gibt es auch noch die Depotcontainer an den bekannten Standplätzen. Die Blaue Tonne soll es künftig flächendeckend in Mittelsachsen geben, mit vierwöchentlichem Entsorgungsturnus. Geplant ist, die Papier- und Pappe-Container an den öffentlichen Wertstoffplätzen bis Januar 2014 abzuschaffen.

3. Leichtverpackungen: In den meisten Gebieten Mittelsachsens erfolgt die Sammlung über die Gelbe Tonne. Zum Beispiel im Entsorgungsgebiet Döbeln gibt es noch Ausnahmen, das heißt den Gelben Sack. Das soll jedoch nur noch bis Ende 2013 der Fall sein. Dann sollen auch diese Gebiete die Tonne erhalten - mit zweiwöchentlichem Entsorgungsturnus. Hauptargument: Verschmutzungen durch zerrissene Säcke und verwehte Verpackungen.

Olaf Büchel

-Standpunkt

Die wichtigsten Vor- und Nachteile:

❏ Straßensammmlung: hoher Bürgerservice, kostengünstiger als Abrufsystem, erhebliche Beeintächtigung des Ortsbildes, Durchwühlen sperriger Abfälle, falsch bereitgestellte Abfälle, Ablegen von Abfällen aus anderen Entsorgungsgebieten beziehungsweise Herkunftsbereichen, keine Begrenzung auf haushalttypischen Mengen möglich;

❏ Wertstoffhöfe: ganzjährige Abgabe möglich, keine Terminbindung, einfache Trennung von Holz und sonstigen Abfall, Transportaufwand beim Bürger, zum Teil weite Transportwege;

❏ Karten-Abrufsystem: hoher Service für Bürger, Müll muss bis zum Abholtermin eingelagert werden, hohe mengenspezifische Kosten, teilweise Beeinträchtigung des Ortsbildes.

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