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Sperrstreifen und Tempo 30 für Alte Hauptstraße in Töpeln

Sperrstreifen und Tempo 30 für Alte Hauptstraße in Töpeln

Früher war auf der Alten Hauptstraße in Töpeln richtig viel Verkehr. Da war sie aber auch noch eine Bundesstraße. Jetzt herrscht Ruhe. Scheinbar. Denn das breite Asphaltband ist zum zügigen Fahren geeignet.

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Ruhiger Verkehr dank Schildern - das könnte auch für die Alte Hauptstraße in Töpeln in Frage kommen. Einbahnstraße ist sie schon, das Schild "verkehrsberuhigter Bereich" müsste die Stadt noch aufstellen lassen.

Quelle: dpa

Zumal die Stadt einengende und verkehrsberuhigende Warnbaken abgebaut hat. Nicht unbedingt zur Freude der Anwohnerschaft, die sich über die Sicherheit Gedanken machte. Jetzt ist eine Lösung in Sicht, wie Döbelns Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mitteilt. "Wir wollen schräge Sperrmarkierungen aufbringen lassen, die die Fahrbahn einengen", sagt er. Über die Details muss nun der Ortschaftstrat Ziegra beraten und sich auch darüber klar werden, ob auf der Alten Hauptstraße weiter Tempo 30 gelten soll. Dieses Limit ist aus Sicht der Stadt rechtlich nicht ganz unbedenklich, weil die Alte Hauptstraße noch immer die Ausmaße einer Bundesstraße hat. Auch zur Debatte stehen wird die Frage, welche baulichen Möglichkeiten dafür geeignet sind, den Verkehr auf der Alten Hauptstraße zu beruhigen. Das ist zum Beispiel mit speziellen Borten möglich, die eine Art Dreieck bilden. Darin könnten Pflanzen wachsen. Vorteil: Über Borte fährt kein Kraftfahrer freiwillig - eine weiß markierte Sperrfläche lädt dagegen zum Drüberfahren ein. Kosten würde die Variante der eingebauten Engstelle etwa 2000 Euro. Das hat eine Prüfung der Stadt ergeben, die der DAZ vorliegt.

 

Döbeln handelt jetzt in Töpeln quasi auf Wunsch des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Das Amt hat sich die Situation gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadt- und Ortschaftsräte im Juni vor Ort angeschaut. Neben Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) waren auch Ordnungsamtsleiter Jürgen Müller, die Ziegraer Ortschaftsratsvorsitzende Helga Busch, Anwohner, Ortschafts- und Stadtrat Dieter Berger, Vertreter der Polizeidirektion Chemnitz und des Lasuvs dabei.

 

"Aufgrund der nicht vollumfänglich vorliegenden Voraussetzung für eine Tempo-30-Zone stand die Aufhebung selbiger zur Disposition. Davon wurde jedoch Abstand genommen", fasst das Lasuv ein Ergebnis des Ortstermins zusammen. Gleichsam weist die Behörde die Stadt Döbeln an, selbst etwas zur Verkehrsberuhigung auf der Alten Hauptstraße zu tun: "Durch die Große Kreisstadt Döbeln sind in eigener Zuständigkeit auf Grundlage der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen beziehungsweise dem Merkblatt über bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen bauliche Maßnahmen zur Ertüchtigung als Tempo-30-Zone festzulegen und umzusetzen", heißt es in der Niederschrift des Vor-Ort-Termins, die der DAZ vorliegt. Bis die Stadt die Straße mit speziellen Bauten einengt, darf sie dies mit Sperrstreifen tun. "Als Zwischenlösung bis zur Realisierung können auch Sperrflächen (Zeichen 298 StVO) markiert werden" ist in dem Papier weiter zu lesen.

 

Die künstliche Einengung einer eher ruhigen Straße ist auch gut auf der Hainichener Straße am Geyersberg zu besichtigen. Auf Höhe der Gartenanlage "Abendfrieden" ragen lange, übereinander gestapelte Betonteile auf die Straße, die mit roten Baken versehen sind. "Das ist rechtlich in Ordnung. Es geht darum, den Lkw-Verkehr zu verhindern, denn die Hainichener Straße ist eine Abkürzung", erläutert Ordnungsamtsleiter Müller den Zweck der Betonplatten. © Kommentar

Dirk Wurzel

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