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Döbeln Spezielle Therapien gegen chronischen Schmerz
Region Döbeln Spezielle Therapien gegen chronischen Schmerz
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18:44 30.07.2013

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"Das Thema brennt uns schon sehr lange auf den Nägeln. Um so schöner ist es, dass wir jetzt mit unserem Kollegen Dr. Einar Köhler einen für die spezielle Schmerztherapie qualifizierten Fachmann im Hause haben", sagte gestern Dr. Ralf Lange, geschäftsführender Gesellschafter und ärztlicher Direktor am Klinikum Döbeln. Gemeinsam mit Dr. Anke Gerhardt, Chefärztin der Anästhesiologie und Intensivtherapie und Oberarzt Dr. Einar Köhler stellte er gestern das neue Angebot des Klinikums vor.

Köhler hatte sich in den letzten Monaten ganz intensiv auf dem Gebiet der Schmerztherapie qualifiziert und war dazu auch für ein Jahr in Vollzeit an die Schmerzklinik am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt delegiert worden. Das ist mit einem entsprechenden Katalog an Fällen eine der Voraussetzungen, um von der Kassenärztlichen Vereinigung die Zulassung für die Schmerztherapie zu bekommen.

Die Zulassung liegt nun vor. Somit kann Dr. Einar Köhler ab dem 1. August zwei Mal pro Woche eine ambulante Schmerzsprechstunde in Döbeln anbieten. Diese findet zunächst mittwochs und donnerstags von 7.30 Uhr bis 12 Uhr und von 12.30 Uhr bis 16 Uhr im Krankenhaus Döbeln statt.

"Vorgesehen ist es aber, diese ambulante Sprechstunde in einigen Monaten in unserem neuen zum Klinikum Döbeln gehörenden Ärztehaus an der Muldenstraße in Döbeln anzubieten", kündigt Verwaltungsdirektorin Dr. Sigrun Mühle an. Mit Innenarchitekten wurden bereits entsprechende Umbauarbeiten in dem Gebäude besprochen.

Zur Schmerzsprechstunde gibt es aber nur Termine per Überweisung durch den Hausarzt. "Akute Schmerzen haben eine Schutzfunktion. Sie weisen uns daraufhin, dass mit unserem Körper etwas nicht stimmt. Die Schmerztherapie beginnt aber erst da, wo das Grundleiden, welches den Schmerz verursacht, nicht beseitigt werden kann", erklärt Dr. Einar Köhler. Chronische Schmerzen seien dann ein eigenes Krankheitsbild. Die Hausärzte sondieren die Patienten entsprechend vor. Denn um möglichst vielen Schmerzpatienten effektiv zu helfen, sei ein straffes Organisationssystem für die Schmerzsprechstunde nötig. Ziel der Schmerztherapie sei es, neben der Schmerzlinderung eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Auch dadurch werden Schmerzen dann weniger wahrgenommen.

Das Klinikum Döbeln will mit dem neuen Angebot eine große medizinische Lücke in Mittelsachsen schließen. Auch im Krankenhaus selbst soll die Schmerztherapie auf einen neuen Level gehoben werden. Eine in Nürnberg speziell ausgebildete Schmerzschwester dient ab sofort als Ansprechpartnerin für die Stationen. Sie soll mit Dr. Einar Köhler gemeinsam dafür sorgen, dass die Schmerzen der Patienten schnell bekämpft werden können. Perspektivisch soll für jede Abteilung eine solche Schmerzschwester ausgebildet werden. Um auf dem Gebiet der Schmerztherapie eine hohe Qualität zu sichern und Patienten bei Bedarf einen schnelleren Zugang zu einer stationären Schmerztherapie zu ermöglichen, besucht Dr. Einar Köhler monatlich so genannte Schmerzkonferenzen an den spezialisierten Kliniken in Dresden-Friedrichstadt, St. Georg Leipzig und Chemnitz-Rabenstein.

Thomas Sparrer

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