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Döbeln Spielplatz-Frust in Waldheim: Stadt verspricht baldige Abhilfe
Region Döbeln Spielplatz-Frust in Waldheim: Stadt verspricht baldige Abhilfe
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20:33 06.05.2016
Auf dem Gebersbacher Spielplatz sieht es derzeit aus, wie Kraut und Rüben. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Die Spielplätze in den Ortsteilen sorgen für Frust. So machte auf der jüngsten Stadtratssitzung die Knobelsdorfer Ortsvorsteherin Helga Busch ihrem Ärger Luft, dass am Spielplatz Gebersbacher Bad nichts geschehe und sie das Bauamt der Stadt Waldheim immer wieder vertröste. Dass nur in der Stadt etwas passiere, in den Ortsteilen dagegen nicht. In Unterrauschenthal haben jetzt Bürger dazu aufgerufen, an einer Umfrage im Internet teilzunehmen. Ziel: Den Bedarf aufzuzeigen, diesen Spielplatz gegenüber der Gaststätte „Zur Einkehr“ endlich zu sanieren.

Das Klettergerüst als Oase in einer Unkrautwüste

„Den Spielplatz in Gebersbach hat sich unser Bauamtsleiter angesehen und erkannt, dass dort dringender Handlungsbedarf besteht. Das soll noch in diesem Monat gemacht werden“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). In der Tat sieht es auf der Anlage nach Bauarbeiten aus: Ein neues Spielgerät ist offenkundig bereits aufgebaut worden, auf dem Gelände liegen Betonbrocken, die wohl von dessen Vorgänger stammen. Fahrspuren und frische Erdaufschüttungen zeugen von Bewegung in Gebersbach.

Ein ganz anderes Bild offenbart sich dagegen in Unterrauschenthal. Der dortige Spielplatz verströmt morbiden Charme. Auf dem bröckelnden Beton der Tischtennisplatte springt bestimmt kein Ball mehr richtig, die Wippgeräte sehen aus, als stammten sie noch vom vorm Krieg. In einer Unkrautwüste steht eine Art Klettergerüst – ein Netz aus rostigen Stahlketten, gespannt zwischen verwitterten runden Holzpfeilern. Aber: Selbst 85-Kilo-Männer können dort noch gefahrlos hochklettern, wie ein Selbstversuch erfolgreich zeigte.

Reagieren statt agieren: Bürgermeister weist Vorwürfe zurück

Morsch sind dagegen die Holzbalken, die die Unkrautwüste begrenzen, welche sich beim näheren Hinschauen als Sandkasten entpuppt. „Hier ist jahrelang kein Sand getauscht worden“, sagt CDU-Stadträtin Kathrin Schneider. Sie bezeichnet die Initiative als „eigentlich unnötig, weil die Notwendigkeit bereits festegestellt wurde“, sagt sie mit Blick auf die Spielplatz-Konzeption der Stadt, die die Unterrauschenthaler Anlage als „erhaltenswert“ einstuft. Kathrin Schneider bedauert, dass die Stadt in der unangenehmen Lage sei, den „Dingen hinterher zu laufen und zu reagieren, anstatt konzeptionell zu agieren.“ Das weist Bürgermeister Ernst zurück. „Wir laufen nicht hinterher. Gemäß Konzeption bauen wir in Unterrauschenthal die noch gut erhaltenen Geräte auf, die wir bei der Sanierung des Spielplatzes am Brückenmühlenpark abgebaut haben.“ Seit Anfang dieser Woche hat die Stadt 15 Ein-Euro-Jobber, die auch dem Bauhof zur Hand gehen. Diese waren aber zunächst mit der Verschönerung der Stadt beschäftigt. „Jetzt geht es in Unterrauschenthal los“, sagt der Bürgermeister. Bisher sei auch kein wirklich gutes Wetter gewesen, um Spielplätze zu bauen.

Von Dirk Wurzel

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