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Döbeln Spielplatz kommt nicht vor dem Herbst
Region Döbeln Spielplatz kommt nicht vor dem Herbst
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00:35 07.04.2018
Ein idyllisches Plätzchen ist für den neuen Otzdorfer Spielplatz auserkoren worden. Direkt neben der Kirche soll er gebaut werden. Dem entgegen steht jetzt aber erst einmal noch die Finanzierung. Die Angebote, die abgegeben wurden, liegen fast doppelt so hoch wie die eingestellten Mittel der Kommune. Quelle: Foto: M. Engelmann
Otzdorf

Vorsichtig schlängelt sich der polnische Sattelzug durch die 30er Zone Am Grünen Haus in Otzdorf. Er hat die Spundwände geladen, die auf die Baustelle am Damm gebracht werden. Heinz Martin, ehemaliger Ortsvorsteher, Roßweins Bürgermeister Veit Lindner, Bauamtschefin Petra Steurer und Bauhof-Mitarbeiter Harald Lippert treffen in dem Moment auf den Lkw, als sie selbst gerade die Baustelle am Rande des kleinen Ortes ansteuern. Es ist wieder Ortsbesichtigungszeit.

Spundwände werden nächste Woche gesetzt

Nach 14 Tagen witterungsbedingter Zwangspause herrscht auf der Damm-Baustelle jetzt endlich wieder Bewegung. Erde in rauen Mengen wird bewegt, um die Baustraße zu vollenden, über die dann die Ramme unmittelbar an den Damm heranfahren kann. Sieben Meter lang sind die Spundwände, die nächste Woche schon eingeschlagen werden und das Bauwerk stabilisieren sollen. Bis auf den unterirdischen Fels werden die Spundwände gerammt.

Bis zum November, so war der Plan, soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Ob das noch zu schaffen ist, nachdem der Frost der vergangenen Wochen für Baustopp gesorgt hatte? Man versuche den Rückstand aufzuholen, so der Polier. Dennoch, so Petra Steurer, sei bereits vorsorglich eine Verlängerung beantragt worden. Das ist wichtig, um die Fördermittel, mit denen der Damm gebaut wird, am Ende auch abrufen zu können.

Angebote für Spielplatz zu teuer

Während es am Damm endlich richtig vorwärts geht, ruht es an anderer Stelle im Ort noch immer. Auch wenn es keine großen Probleme gibt, wie Heinz Martin, zufrieden anmerkt, beim Thema Spielplatz stellen sich dem früheren Bürgermeister die Nackenhaare auf. Denn der wird nicht wie erhofft, und Anfang vergangenen Jahres beschlossen, diesen Sommer schon für die Dorfkinder nutzbar sein.

Das Problem sind die gestiegenen Baupreise. Die haben dem Vorhaben jetzt erst einmal das Genick gebrochen. Auf die Ausschreibung hin hatte die Stadt nur zwei Angebote erhalten, die aber das zur Verfügung stehende Budget um fast das Doppelte überstiegen. Damit musste die Ausschreibung aufgehoben werden.

Zu 70 Prozent bekommt die Stadt den Spielplatzbau über das Leader-Programm gefördert. Jetzt, so der stellvertretende Bauamtsleiter Matthias Lange, gehe es darum zu schauen, ob im Haushalt noch irgendwo Geld übrig ist, um den Eigenanteil erhöhen zu können. Wenn der Stadtrat das genehmigt, könne die Förderung neu beantragt werden. Bis Mai will man das schaffen.

Doch selbst wenn dieser Plan aufgeht und das Verfahren im Klosterbezirk zeitnah mit einer Bewilligung endet, wird es wohl extrem knapp werden, die Spielgeräte noch vor dem Herbst aufzubauen, denn ausgeschrieben werden muss die Maßnahme ja auch noch einmal. Eine Seilbahn, eine Nestschaukel, Stehwippe und ein Sandspielgerät mit Kletterelement sollen auf die Wiese an der Straße Zum Lindicht neben der Kirche aufgebaut werden.

Von Manuela Engelmann

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