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Spindelfabrik: Stadt Waldheim verhandelt mit Eigentümerin in Texas

Hallo Houston! Spindelfabrik: Stadt Waldheim verhandelt mit Eigentümerin in Texas

Die Stadt Waldheim hat jetzt einen heißen Draht nach Houston im US-Bundesstaat Texas. Dort lebt die Eigentümerin der maroden Spindelfabrik. Diese Ärgerimmobilie würde die Stadt gerne verschwinden lassen. Darum versuchte sie geduldig und beharrlich mit der Eigentümerin ins Gespräch zu kommen, was nach vielen erfolglosen Versuchen nun gelang.

Umschieben und eine Grünfläche anlegen – so einfach lässt sich die Lösung für die marode Spindelfabrik nicht umesetzen. Um an das Gebäude zu kommen, verhandelt die Stadt Waldheim mit der Eigentümerin, die in Texas lebt. Endlich ist es Bürgermeister Steffen Ernst gelungen, die Frau ans Telefon zu bekommen.

Quelle: Dirk Wurzel

Waldheim/Houston. Ein Hoffnungsschimmer für die Waldheimer Ärgerimmobilie hat sich jetzt am Horizont gezeigt. Der Stadt ist es gelungen, mit der Besitzerin der ehemaligen Spindelfabrik zu sprechen. Das war bisher nicht gelungen und ist ein erster Schritt auf dem Weg, das marode Gebäude aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen. Dazu müsste es die Stadt aber zunächst kaufen. Wie weit das gediehen ist, kann Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) mit Blick auf die laufenden Verhandlungen nicht sagen. Die Stadträte informierte er im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Stadtratssitzung über den Fortschritt in Sachen Spindelfabrik.

Deren Eigentümerin lebt in Texas, was bekanntlich ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Seit 1999 gehört ihr die ehemalige Fabrik, die sie damals bei einer Versteigerung erworben hatte. Bereits unter Bürgermeister Steffen Blech (CDU) bemühte sich Waldheim, an die Industriebrache zu kommen, um das Gelände umgestalten zu können. „Wir haben Ende März dreimal versucht, die Eigentümerin in Houston/Texas anzurufen, haben drei Nummern ausprobiert – ergebnislos“, berichtet Bürgermeister Steffen Ernst von den neuerlichen Kontaktversuchen. Er bemühte schließlich seine eigene Bekanntschaft, die im US-Bundesstaat Colorado lebt. So gelang es schließlich am 5. April endlich, mit der Spindel-Besitzerin zu telefonieren. „Wir haben sie über den Sachstand informiert und Bilder geschickt, ihr verdeutlicht, dass die Immobilie nicht mehr tragbar ist“, sagt Bürgermeister Ernst. Er sieht nun eine Lösung.

Zu retten wäre das Gebäude nur mit einem sehr hohem Aufwand. Die alte Fabrik ist wie ein hohler Zahn, das Dach fehlt, im Erdgeschoss liegt Müll. Oft musste schon die Feuerwehr anrücken, und das Haus sichern, weil durch dessen Baufälligkeit Gefahr für die Öffentlichkeit bestand. Dieses Jahr zu Ostern musste die Feuerwehr zuletzt anrücken und einen Brand in der Spindel löschen. Der illegal abgelagerte Müll stand in Flammen. Bürgermeister Ernst macht keinen Hehl daraus, wie er sich die Zukunft des maroden Gebäudes vorstellt: Es gehört abgerissen.

Das Gebäude der ehemaligen Spindelfabrik ließ die Firma Riehle 1895 bauen. In den 1950er Jahren enteigneten die damals Herrschenden die Firma und überführten das Gebäude in Volkseigentum. Ab 1958 war der neue Eigentümer die VEB Spindelfabrik Hartha. Der stellte Spindelmaschinenteile her. Nach der Wende endete die Produktion. 1994 brannte das Haus ab. Eine genaue Brandursache war nicht zu ermitteln, aber man ging damals von Brandstiftung aus.

Von Dirk Wurzel

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