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Döbeln Spitäler in der Region Döbeln raten Kranken von Krankenbesuchen ab
Region Döbeln Spitäler in der Region Döbeln raten Kranken von Krankenbesuchen ab
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19:48 15.03.2018
Die Krankenhäuser in der Region Döbeln nehmen trotz grassierender Grippewelle noch Patienten auf. Quelle: Sven Bartsch
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Region Döbeln

Das Klinikum Döbeln hat eine Isolierstation eingerichtet. Hier liegen Patienten, die an Influenza erkrankt sind beziehungsweise Patienten mit Grippeverdacht. Der Arbeitsaufwand für das medizinische Personal ist recht hoch, weil auf der Isolierstation besondere hygienische Bestimmungen gelten. „Die Grippe hat uns im Griff. Die Welle flaut zwar etwas ab. Trotzdem haben wir noch etliche Patienten, die an Influenza vom Typ A und B erkrankt sind“, sagt Dr. Claudia Eichhorn, Oberärztin auf der Station für Innere Medizin. Wieviele Grippe-Patienten das Klinikum aktuell behandelt, kann die Oberärztin nicht sagen. Das liegt zum einen an datenschutzrechtlichen Bestimmungen sowie an den Influenza-Verdachtsfällen, die in dieser Statistik mit enthalten sind. Soviel kann Dr. Eichhorn aber verraten: „Es sind überwiegende die B-Fälle, die wir behandeln.“

Typ-B-Influenza am meisten verbreitet

Das ist bitter: Denn gegen den Typ-B-Virus der Influenza half der Dreifach-Impfstoff nicht, den die Kassen bezahlt haben. Das hatten Fachleute, darunter der Döbelner Kinderarzt Dr. Eckhardt Erdmann, kritisiert (die DAZ berichtete). Erst im Februar gab die AOK Plus bekannt, auch den Vierfach-Impfschutz zu übernehmen. Die aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes des Landkreises spiegeln die Lage im Krankenhaus Döbeln wieder. Die Mehrheit der aktuell 736 Grippekranken im Landkreis hat sich mit Influenza-Viren vom Typ B (539) infiziert.

Schmerzen lindern, Fieber senken

Im Döbelner Krankenhaus behandeln die Mediziner überwiegend die Symptome der Grippe. Das bedeutet, sie lindern mit den entsprechenden Medikamenten die Schmerzen, senken das Fieber und stabilisieren den Kreislauf der Erkrankten. Auf Anti-Viren-Mittel, wie Tamiflu, verzichten die Mediziner in der Döbelner Klinik weitgehend.

Lieber mit Mundschutz in Leisnig

Im Leisniger Helios-Krankenhaus spüren die Ärzte und Schwestern die Grippewelle ebenfalls. Aktuell hält die Klinikleitung ihre Mitarbeiter an, zusätzlich zu den strengen Hygiene-Vorschriften noch mehr Vorsicht walten zu lassen. So gelte es, auf einen erhöhten Eigenschutz zu achten und zum Beispiel einen Mundschutz zu tragen.

Helios nimmt Patienten auf

Um die Lage nicht unnötig zu verschärfen bittet das Krankenhaus ebenfalls darum, „die besuchenden Angehörigen bei eigenen Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Durchfall lieber auf den Krankenbesuch zu verzichten, um so den Patienten und seine Genesung nicht zu gefährden“, wie Juliane Dylus, Referentin für Unternehmenskommunikation im Leisniger Helios-Krankenhaus mitteilt. Einen Aufnahmestopp hat die Klinik nicht verhängt. „Wir nehmen nach wie vor alle Patienten auf, die einer stationären Behandlung bedürfen – unabhängig vom jeweiligen Krankheitsbild und einschließlich Patienten mit Infektionen der oberen Atemwege (Grippe)“, sagt Juliane Dylus.

Haema hart erwischt

Richtig hart wirkt sich die Grippewelle auf die Blutspenden aus. Auch in der Region Döbeln ist das so. „Uns hat das ganz schlimm getroffen. Wir haben bis zu 20 Prozent weniger Blutspenden. Dabei ist die Nachfrage nicht gesunken“, sagt Jan Noack von der Pressestelle des Blutspende-Dienstes Haema. Er hatte gehofft, dass es Regionen gibt, wo im Durchschnitt weniger Menschen an Grippe erkranken. Aber die Influenza-Welle rollt relativ gleichmäßig über Sachsen hinweg.

Von Dirk Wurzel

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