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Döbeln Spuren der Reformation in Sornzig
Region Döbeln Spuren der Reformation in Sornzig
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16:58 01.10.2013
Das erste Hinweisschild auf dem sächsischen Lutherweg steht. Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer, Verbands-Geschäftsführerin Katharina Sparrer, Vorsitzender Manfred Graetz, Irina Schädlich alias Katharina von Bora und Oberkirchenrat Christoph Seele (von links) bei der Enthüllung auf dem Obermarkt in Döbeln. Quelle: Wolfgang Sens

Jetzt wurde in Döbeln - Musterstandort des Lutherweges - eines der ersten Hinweisschilder enthüllt. Ein Stück des Weges führt auch durch die Region Wermsdorf und Mügeln.

Von Thomas Lieb und Heinz Großnick

Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) ist sich sicher, dass der Lutherweg "geeignet sein wird, um Pilger auf die kulturellen Einzigartigkeiten unserer Stadt, wie die Nicolaikirche mit Mirakelmann und spätgotischem Schnitzaltar, aufmerksam zu machen." Der Lutherweg biete eine neue Sicht auf Döbeln, so Egerer. Oberkirchenrat Christoph Seele von der Evangelischen Landeskirche brachte Historisches zu Gehör: Der katholisches Pfarrer aus Glashütte, Jakob Seidel, sei es gewesen, der nach dem Thesenanschlag des Reformators prompt konvertierte und fortan lutherisch predigte. Ganz zum Ärger der katholischen Obrigkeit - "Seidel wurde zur Verbannung nach Döbeln geschickt, wo er unter Aufsicht des Bischofs stand. Gepredigt hat er dann im Rathaus", stellte Christoph Seele einen direkten Bezug zwischen Döbeln und Reformation her.

Der Lutherweg führt auch im Altkreis Oschatz durch Wermsdorf, über Mügeln nach Sornzig entlang des Klosters Marienthal. "Kurz nachdem Luthers spätere Frau Katharina von Bora aus dem Kloster Nimbschen flüchtete, taten es ihr sechs Nonnen des Klosters Marienthal gleich", weiß Andreas Lobe, Vorsitzender des Heimatvereines Mügeln. Um das Kloster Marienthal in Sornzig habe sich nach seinen Angaben auch ein Nachfahre Luthers bemüht.

Unterdessen soll ein erstes großes Teilstück des Lutherweges 2014 eingeweiht werden. "Teile der Strecke sind durch das Juni-Hochwasser in diesem Jahr stark beschädigt, was uns im Zeitplan behindert", berichtete Tourismusmanagerin Manuela Kolster,

2015 soll die 145 000 Euro teure Beschilderung des 845 000 Euro teuren Gesamtprojektes aber endgültig vollständig sein.

Heinz Großnick

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