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Döbeln Stadt Roßwein verhilft Familien zum eigenen Haus
Region Döbeln Stadt Roßwein verhilft Familien zum eigenen Haus
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15:40 16.08.2016
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Rosswein

Die Stadt startet eine neue Initiative zur Förderung junger Familien mit Kindern. Beim Verkauf zweier kommunaler Grundstücke mit darauf befindlichen Wohngebäude gewährt sie einen Kinder-Rabatt von bis zu 3 000 Euro. Für Eigenheim-Grundstücke im Wohngebiet Am Steinhübel hat Roßwein diese Verfahrensweise in den zurückliegenden Jahren bereits erfolgreich praktiziert.

Am Steinhübel ist nur noch ein Grundstück frei. So manche Häuslebauer haben in der Vergangenheit von der Nachlass-regelung der Stadt profitiert, vorausgesetzt es gehörten Kinder zur Familie. So soll es nun auch bei der neuen Aktion sein, bei der es um Bestandsgebäude geht. „Wir haben die Grundstücke Auf dem Werder 22 in Roßwein und Talstraße 45 in Grunau in regelmäßigen Abständen zum Verkauf angeboten. Es hat aber bisher noch niemand angebissen. Mit der neuen Initiative wollen wir Familien mit Kindern fördern, wenn sie sich zum Kauf eines der Grundstücke entschließen. Ziel ist, junge Interessenten für die Gebäude zu finden“, erklärte Bürgermeister Veit Lindner in der jüngsten Ratssitzung.

Da es sich um sanierungsbedürftige Häuser handelt und diese zudem im Überschwemmungsgebiet liegen, sind die von der Stadtverwaltung angesetzten Mindestgebote ohnehin nicht hoch. Sie betragen 10 000 Euro für das Objekt Auf dem Werder 22 und 11 500 Euro für das in der Talstraße 45 in Grunau. In beiden Fällen handelt es sich um Mehrfamilienhäuser. Der Preis könnte aber noch einmal deutlich sinken, wenn die Rabattregelung greift. Diese lautet wie folgt: Pro Kind erhält der Käufer einen Nachlass von 1000 Euro, die Höchstförderung beträgt maximal 3 000 Euro pro Familie. Die Förderung gilt für leibliche und adoptierte Kinder bis zur Beendigung des 16. Lebensjahres. Die Häuser müssen für eigene Wohnzwecke genutzt und innerhalb von fünf Jahren nach Kauf saniert beziehungsweise bezogen werden. Bei Weiterverkauf im unsanierten Zustand muss der Rabatt zurück an die Stadt fließen.

Zur Problematik Überschwemmungsgebiet geht die Stadtverwaltung beim Haus Auf dem Werder 22 davon aus, dass das Grundstück mit geringen Investitionen hochwassersicher ausgebaut werden kann. Zumal die Kommune selbst am Werder mit schnell aufbaubaren Flutwänden ein besonderes Schutzkonzept verfolgt. „Die Hochwasservorkehrungen sind mit der Stadt abzustimmen, weil wir wichtige Hinweise dazu geben können“, sagt Bürgermeister Veit Lindner.

Horst Knoch, der gleich gegenüber des Gebäudes wohnt, hat bislang drei Mulde-Hochwasser miterlebt – 1958, 2002 und 2013. Das fast genau vor 14 Jahren war das schlimmste. Nach der letzten Flut hat Knoch vorgesorgt: „Im Erdgeschoss haben wir jetzt Fliesen und an der Haustür eine Vorrichtung für Schutzplanken, die wir schnell einschieben können. Wir mussten das bislang noch nicht anwenden. Aber wir hoffen, dass es im Ernstfall hilft.“

Von Olaf Büchel

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