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Stadt hält an Abrissplänen fest

Mühlstraße Roßwein Stadt hält an Abrissplänen fest

Es sieht gespenstisch aus – fast die gesamte östliche Bebauung der Roßweiner Mühlstraße gleicht einem Ruinenviertel. Sieben Häuser der Straßenseite und damit die meisten, sind vollkommen unbewohnt. Ihr Zustand ist größtenteils ruinös. In den Hinterhöfen sieht es noch schlimmer aus. Der Stadtrat befasste sich damit.

Insgesamt sechs Häuser und damit fast die gesamte Ostseite der Mühlstraße, stehen leer.

Quelle: Olaf Büchel

Rosswein. Es sieht gespenstisch aus – fast die gesamte östliche Bebauung der Roßweiner Mühlstraße gleicht einem Ruinenviertel. Sechs Häuser der Straßenseite und damit die meisten, sind vollkommen unbewohnt. Ihr Zustand ist größtenteils ruinös. In den Hinterhöfen sieht es noch schlimmer aus.

Der Stadtrat befasste sich jetzt mit einem der Häuser, der Nummer 7, wo sich früher die Buchbinderei von Wilfried May befand. Denn ein Ziel verfolgt die Kommune nach wie vor: den Abriss der sechs Häuser und weiterer kleiner Objekte an der Gebergasse, um die dadurch entstehende durchgehende Fläche neu entwickeln zu können. „Wir halten nach wie vor an dem Konzept eines kompletten Rückbaus fest, auch wenn unser Fördermittelantrag bislang noch nicht positiv bestätigt wurde“, erklärte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) Donnerstagabend in der Ratssitzung.

Um diesem Ziel näher zu kommen, erwirbt die Stadt die betreffenden Grundstücke nach und nach, um frei darüber verfügen zu können. Von der Gebergasse 3 und dem Grundstück daneben ist sie bereits Eigentümer. Auch Mühlstraße 13 und 19 gehören der Stadt. Donnerstagabend gaben die Räte einstimmig grünes Licht dafür, auch das ehemalige Buchbinderhaus zu erwerben. Das musste bereits gesichert werden, weil Dachziegel auf die Straße purzelten.

Die Erben haben es ausgeschlagen, das Haus zu übernehmen, so ging das Objekt an den Freistaat. Von dem kauft es jetzt die Stadt zum symbolischen Preis von einem Euro. Für die Sparkasse Döbeln ist noch eine Grundschuld in Höhe von 30 000 D-Mark eingetragen. Das Kreditinstitut ist aber bereit, bei einer Entschädigungszahlung von 1000 Euro diese Grundschuld zu löschen.

„Der Knackpunkt ist, dass die Gebäude Nummer 15 und 17 unter Denkmalschutz stehen. Deshalb haben die Förderbehörden dem Vorhaben noch nicht zugestimmt. Es gibt aber Gespräche mit dem Denkmalamt und Lösungsvarianten“, erklärte Lindner. In diesem und im nächsten Jahr sei jedoch noch nicht mit dem Abriss zu rechnen. Der Bürgermeister: „Da braucht es noch eine gewisse Entwicklung. Wahrscheinlich muss für das Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt werden.“

Alte Post: Medizinzentrum bis März 2018

Schon weiter ist die Stadt beim alten Postgebäude. Das ist an die Grundbesitz Döbeln GmbH verkauft, die es zu einem Medinzentrum umgestalten will. Zunächst soll eine Gebäudesicherung über Fördermittel erfolgen, wie derzeit beim Rheinischen Hof. Der Mittelbeantragung durch die Stadt stimmten die Räte ebenfalls zu. Das Objekt stehe kurz vor dem Status Gefahr im Verzug, erklärte Architekt Michael Thiel. Durch das Bitumenschindel-Dach dringe Nässe ein und die Klinkerfassade löse sich stellenweise ab. Wenn die Fördermittel für die Sicherung bis Herbst dieses Jahres bewilligt werden, sei mit einer Fertigstellung des Medizinzentrums im März 2018 zu rechnen. Es sollen zwei Arztpraxen entstehen, ergänzt von Physiotherapie- und Ergotherapie-Praxen. Im Nebengebäude der ehemaligen Paketannahme sind im Erdgeschoss ein Sanitätshaus und darüber eine Kanzlei und/oder Wohnungen geplant.

Von Olaf Büchel

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