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Stadt kauft Einrichtung für neue Wirtsleute

Ratskeller Döbeln Stadt kauft Einrichtung für neue Wirtsleute

Döbeln sucht händeringend einen neuen Betreiber für seinen Ratskeller. Damit künftige Wirtsleute die Gaststätte nichts selbst für viel Geld einrichten müssen, kauft die Stadt dem ehemaligen Pächter des Lokals die Einrichtung ab, um sie dann an den neuen Betreiber weiterzuverkaufen.

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Die Stadt Döbeln sucht nach wie vor einen neuen Betreiber für den Ratskeller.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Für den Ratskeller hat die Stadt noch keinen neuen Wirt gefunden. Sie sucht aber intensiv, damit wieder Leben in die Rathaus-Wirtschaft einzieht. Um es möglichen neuen Betreibern zu erleichtern, kauft die Stadt dem ehemaligen Ratskeller-Wirt Lars Lemke die Einrichtung der 600 Quadratmeter großen Gaststätte ab. Das hat der Döbelner Stadtrat auf seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. In der vorangegangen Debatte ging es auch um die Betriebskosten, die einigen Stadträten als zu hoch erscheinen. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) kündigte an, diese Kosten zum Thema im nächsten Hauptausschuss zu machen.

Vollständig eingerichtet besser zu vermarkten

„Wir führen viele Gespräche – auch außerhalb von Döbeln. Wir werden auch überregional Werbung schalten“, beschrieb Jürgen Aurich, Leiter des Liegenschaftsamtes in der Döbelner Stadtverwaltung, wie sich die Stadt ins Zeug legt, um wieder Gastronomie in den Ratskeller zu bekommen. „Die Wahrscheinlichkeit ist höher, einen neuen Pächter für den Ratskeller zu finden, wenn die Einrichtung noch vorhanden ist“, sagte Jürgen Aurich. Die Stadt hatte ein Gutachterbüro beauftragt, den Wert der Gastro-Möbel und Holzvertäfelungen zu ermitteln. Demnach beträgt der Zeitwert der Einrichtung 56 300 Euro. „Der Neupreis liegt um ein vierfaches höher“, sagte Jürgen Aurich. Mit diesem Preis will die Stadt die noch ausstehenden Mieten verrechnen. Denn der Mietvertrag der Lemke Catering- und Gastronomiebetriebsgesellschaft mbH und Co. KG mit der Stadt läuft noch bis Ende Mai 2017. Knapp 21 000 Euro kommen da zusammen. Diese Summe zieht die Stadt vom Kaufpreis ab. Selbstverständlich bekommt Lars Lemkes Firma Geld zurück, falls sich vor dem Ende des Mietvertrages ein neuer Wirt für den Ratskeller findet.

Betriebskosten bergen Zündstoff

„Wir haben hier nicht viele Wahlmöglichkeiten. Ich halte es für sinnvoll, dafür zu sorgen, dass das Inventar nicht verschwindet“, sagte Sven Weißflog (Freie Wählervereinigung Döbeln). Gleichzeitig äußerte er auch seine Besorgnis darüber, dass Döbeln wirtschaftlich „seitlich weggeht.“ Sven Weißflog sprach die leerstehenden Geschäfte an Sattelstraße und auch am Obermarkt an. „Das Alte Amtshaus steht fast komplett leer. Wir müssen etwas tun, müssen etwas für die kleinen Läden tun“, sagte er und wies auf das Umfeld hin, dass es künftigen Ratskeller-Gastronomen nicht leicht machen könnte. Die Betriebskosten des Lokals erwähnte er auch. FDP-Stadtrat Rocco Werner sprach dieses Problem ebenfalls an und bat, sich Gedanken zu machen, diese Kosten zu senken. Schließlich habe die Stadt den Ratskeller immer subventioniert. Dietmar Damm (Wir für Döbeln) trat energischer auf: „Ich beantrage ein ordentliches Planungsbüro für die Heizung und Lüftung zu beauftragen, das Lösungsvorschläge erarbeitet, wie wir die Betriebskosten maximal minimieren können.“ Weil er nicht auf der Tagesordnung stehe, ließ Oberbürgermeister Egerer diesen Antrag nicht zu und verwies auf den Hauptausschuss, wo er die detaillierten Zahlen zu den Betriebskosten des Ratskellers vorlegen werde.

Von Dirk Wurzel

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