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Stadt will Ex-Hochschul-Gebäude wieder verkaufen

Rosswein Stadt will Ex-Hochschul-Gebäude wieder verkaufen

Dieser Hausbesitz war nur von kurzer Dauer. Die Stadt Roßwein hatte das Gebäude G des ehemaligen Hochschulcampus vor rund zwei Jahren vom Freistaat übernommen. Es ist jedoch nicht gelungen, den Hauptteil des Objektes zu verpachten. Die Stadt will die Immobilie deshalb wieder abstoßen.

Die Stadt Roßwein möchte das Haus G mangels Nutzungsbedarf wieder verkaufen.

Quelle: Sven Bartsch

Rosswein. Zum Mindestgebot von 105 000 Euro will die Stadt das Haus G veräußern. Der Stadtrat stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer entsprechenden Immobilien-Ausschreibung zu.

Geflügelschau im Gebäude

Die genaue Adresse des knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstückes lautet Rüderstraße 22. Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Freifallturmes, der ebenfalls der Kommune gehört. Das relativ große Gebäude beherbergt unter anderem einen Saal ähnlichen Raum mit hohen Fenstern, der von der früheren Ingenieurschule als Zeichenkabinett und zu Ausbildungszwecken genutzt wurde. Erst vor wenigen Wochen fand dort die Geflügelausstellung des Roßweiner Zuchtvereins statt. Weiterhin gibt es Büros. In einem anderen Gebäudeteil befindet sich im Obergeschoss eine Wohnung, die seit Juli 2017 wieder vermietet ist. Im Erdgeschoss ist nach wie vor das Traditionskabinett des ehemaligen Studienstandortes Roßwein untergebracht.

Wertgutachten erstellt

Die Stadt ließ ein Verkehrs- und Marktwertgutachten erstellen, das einen Gebäudewert von 105 000 Euro ergab, erklärte Bauamtsleiterin Petra Steurer in der Ratssitzung. „Es besteht Sanierungsbedarf am Gebäude. Die Stadt kann aus finanziellen Gründen diese Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen nicht realisieren“, begründet Steurer, weshalb die Verwaltung die Veräußerung des Objektes vorgeschlagen hatte.

Noch keine dauerhafte Nutzung

„Wir haben das Haus G vom Freistaat Sachsen übernommen, weil wir den Einfluss nicht verlieren wollten, was damit passiert, vor allem damit kein Schindluder getrieben wird. Eine dauerhafte Nutzung dort reinzubringen, ist uns aber nicht gelungen. Die jüngste Geflügelausstellung war zwar erfolgreich, doch eine einzige solche Veranstaltung im Jahr – das reicht nicht“, erklärte Bürgermeister Veit Lindner (parteilos). Auf der anderen Seite stünden Kosten, die die Unterhaltung des Gebäudes verursacht. Eine Besonderheit ist noch, dass sich in dem Gebäude eine Ölheizung befindet, die das benachbarte Haus E (neben dem Freifallturm) mit Wärme versorgt. Lindner: „Einmal im Jahr sind 8000 bis 9000 Liter Öl für die Heizung notwendig.“ Wobei der Großteil der Kosten wieder zurückfließe, weil sie fürs Heizen des Hauses E entstünden.

Traditionskabinett erhalten

Eine Schwierigkeit bei dem Verkauf des Hauses könnte noch auftreten: der geplante Erhalt des Traditionskabinetts. „Wir wollen, dass das Museum bestehen bleibt und zwar genau in den Räumlichkeiten, in denen es sich jetzt befindet. Ein Umräumen der Ausstellungsstücke würde sehr, sehr problematisch werden“, sagt Bürgermeister Lindner. Wenn es zum Verkauf des Hauses kommt, soll der Erhalt der Ausstellung eine Prämisse für den Vertrag sein. Deren Fortbestand liegt auch dem zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters, Hubert Paßehr (CDU), am Herzen: „Wir brauchen da eine Lösung. Das Kabinett ist wichtig für die Traditionspflege unserer Stadt.“ Veit Lindner zieht „schlimmstenfalls“ dann doch den Umzug des Museums in ein anderes Gäude in Betracht. Genügend andere Gebäude, so die Häuser C und D auf dem Campus, gäbe es zumindest.

Von Olaf Büchel

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