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Stadtbad Döbeln besser vor Hochwasser schützen

Stadtbad Döbeln besser vor Hochwasser schützen

Sommerferien, bestes Wetter - doch keiner darf ins Becken. Da blutet nicht nur Badchef Lutz Liebmann, sondern auch dem Staatssekretär Michael Wilhelm als passioniertem Schwimmer das Herz.

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Die T-Shirts fürs Demokratie-Schwimmen in Döbeln sind schon fertig, kommen aber erst im nächsten Sommer mit zusätzlicher Jahreszahl zum Einsatz. Dann will auch Staatssekretär Michael Wilhelm (3.v.l.) ins Freibad-Becken springen.

Quelle: Wolfgang Sens

Der Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums des Innern schaute sich am Donnerstag im Döbelner Stadtbad die Hochwasserschäden an und hatte ein paar aufmunternde Nachrichten im Gepäck. Doch zuerst die traurigen Nachrichten: Der Schaden, den das Juni-Hochwasser im städtischen Bad angerichtet hat, beträgt zwischen 1,6 und 1,7 Millionen Euro. Damit gehört die Einrichtung zu den am meisten betroffenen Objekten in der Stadt. In diesem Sommer fällt das Freibad komplett aus, erst in der nächsten Saison soll es wieder zur Verfügung stehen. Mindestens das erste Schulhalbjahr 2013/14 wird auch das Hallenbad geschlossen bleiben müssen. Dadurch kann es auch nicht fürs Schulschwimmen genutzt werden. "Die betreffenden Bildungseinrichtungen sind informiert",erklärt Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. Genaue Termine für die Wiedereröffnung kann Reinhard Zerge noch nicht nennen. Der Chef der Stadtwerke, die das Bad betreiben: "Hauptprämisse ist jetzt, bis Ende Juli die Kosten zusammenzustellen. Wir haben ein Konzept entwickelt, wie es weiter gehen soll. Das beinhaltet, zusätzlich zur Schadensbehebung fast eine Million Euro in Maßnahmen zu investieren, die das Bad künftig vor Flutschäden schützen sollen." Dazu gehöre beispielsweise der Umbau der Stromversorgung und der Technikanlage fürs Freibad. Problematisch sei, in der aktuellen Situation geeignete Fachfirmen für die Badsanierung zu bekommen. "Ende September sehen wir klarer", so Zerge zu den weiteren Abläufen. Gut ist, dass das Döbelner Bad gegen Hochwasser versichert ist.

 

Staatssekretär Wilhelm begrüßt die Präventions-Vorhaben und räumt ein: "Das Bad kann man nunmal nicht auf einen Berg tragen. Aus technologischen Gründen ist es auch nicht möglich, bestimmte wichtige Technik in obere Etagen zu verlegen, wie es im privaten Bereich der Fall sein sollte." Dass der weitere Ausbau des Hochwasserschutzes für die Stadt Döbeln möglichst schnell erfolgt, stellte der Staatssekretär in Aussicht. Anfang August treffe er sich dazu mit Vertretern der Landestalsperrenverwaltung, der Landesdirektion, des Umweltministeriums und der Kommune. Wilhelm macht zudem Hoffnung, dass es an finanzieller Unterstützung des Wiederaufbaus durch die EU, den Bund und den Freistaat nicht mangeln wird: "Die vorgeschlagenen Fördersätze sind sehr hoch."

 

Mitgebracht hatte Wilhelm den Vize-Präsidenten des Sächsischen Schwimmverbandes, Steffen Wegner. Der will sich schnell dafür einsetzen, dass die Döbelner Schwimmsportler in Riesa weiter trainieren können. Wegner informierte, dass landesweit Spendenaktionen laufen, um betroffene Schwimmvereine zu unterstützen.

 

Schwimmen für Demokratie 2014

 

Die für den 31. August in Döbeln geplante Veranstaltung "Schwimmen für Demokratie und Toleranz" kann wegen der gegebenen Umstände nicht ausgetragen werden. Laut Wilhelm ist sich von den Veranstaltern und Organisatoren bewusst dagegen entschieden, auf die Schnelle einen Ausweichort in Sachsen zu finden, was möglich gewesen wäre. Diesmal wird also ausgesetzt, nächsten Sommer dann ein neuer Anlauf in Döbeln. Die Teilnehmer-T-Shirts mit der Aufschrift "Wir sind dabei - Döbeln 2013" sind bereits fertig. "Wir lassen den Schriftzug um die Jahreszahl 2014 ergänzen, dann können wir die Hemden im nächsten Jahr verwenden", kündigt der Staatssekretär an. Er bedankt sich bei der Stadt Kamenz, die 2014 der Ausrichter gewesen wäre und nun auf 2015 rückt.

Olaf Büchel

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