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Döbeln Hartha: Dampflok geht, Grafiken kommen
Region Döbeln Hartha: Dampflok geht, Grafiken kommen
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08:03 26.02.2019
Die eine Ausstellung geht, eine neue kommt: Ab dem 22. März hängen Grafiken von Gerhard „Vinni“ Dörner an den Wänden der Stadtbibliothek Hartha. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

„Einen Glücksgriff“ nennt Andrea Zenker die Ausstellung „Von der Dampflok zur Pedale“, die seit Mitte Januar an den Wänden ihrer kleinen Stadtbibliothek hängt und seither viele Besucher faszinierte. Zwanzig Fotografien versetzen in eine Zeit, in der es entlang der Bahntrasse zwischen Waldheim und Rochlitz noch rege rollte. Über zwei Jahrzehnte ist das her. Die kleine Reise durch die Zeit hilft beim Erinnern und gefällt gerade deshalb Harthaern und eingefleischten Eisenbahnfans. In weniger als einem Monat weichen die Fotografien und Infotafeln frischen Exponaten. „Die Entdeckung der neuen Welt“ zeigt ab dem 22. März Grafiken des stadtbekannten Künstlers Gerhard „Vinni“ Dörner. Pünktlich zum Frühlingsanfang beerbt Kunst also gewissermaßen Historie.

Beliebte Fotoschau: Alte Geschichten reaktivieren

Eine von 20 historischen Fotografien der Strecke: Die Dampflok rollt am Harthaer Panorama aus Richtung Fröhne vorbei. Quelle: Uwe Gebhardt

„Zu sehen, wie die Leute ins Gespräch kommen und alte Geschichten ausgraben, das macht Freude“, erzählt die Leiterin der Bibliothek. Erlebt habe sie das regelmäßig, seitdem die von den Waldheimer Fotofreunden organisierte Ausstellung läuft. Da erzählte man sich zum Beispiel bunte Geschichten über das Warten an den Bahnhöfen und Episoden über die angenehmen Bummelfahrten von A nach B. Die Alteingesessenen der Region „schwelgen in Gedanken, wenn sie die Fotos sehen“, erzählt Andrea Zenker. Für viele von ihnen sei die Trasse ein Relikt aus weniger schnelllebigen Zeiten. Mit Blick auf den geplanten Radweg entbrannten oft Gespräche und Diskussionen über die vielen Stolpersteine des Freizeit- und Tourismusprojektes. „Auch wenn die Idee geschätzt wird und die Strecke jetzt schon gerne zum Spazieren genutzt wird“, ergänzt die Bibliotheks-Chefin.

Die Entdeckung neuer Welten – Dörner zeigt Handzeichnungen

Nach satten zwei Monaten steht im März ein Tapetenwechsel an. Die Bibliothek zeigt Grafiken von Gerhard Dörner. Der Harthaer Künstler hängt seine Serie „Die Entdeckung der neuen Welt“ ab dem 22. März aus. Eigentlich befinden sich die kleinformatigen Handzeichnungen sonst in einer, wie er sie nennt, Ein-Mann-Galerie, in seinem „neuen“ Atelier in der Richard-Wagner-Straße. Die ist in etwa so groß wie eine Telefonzelle und gleicht von innen einem portablen stillen Örtchen. Mit dem Unterscheid, dass dieses von oben bis unten mit Kunst behangen und nicht mehr funktional ist. Für die Ausstellung holt er die Grafiken aus ihrer gewohnten Umgebung. Für „Vinni“ Dörner ist es die erste reine Grafik-Ausstellung überhaupt. „Da sind auch einige Sachen dabei, die noch nicht veröffentlicht wurden“, verrät der Harthaer. Der restliche Teil seiner Arbeiten reiste schon nach Zürich, Leipzig und Berlin. Es ist das vierte Mal, dass er mit Andrea Zenker gemeinsame Sache macht. Der Titel seiner Ausstellung ist gleichzeitig der Spiegel seines künstlerischen Schaffens. „Ich produziere nichts, was schon existiert. Ich will Neues entwickeln und habe dafür eine eigene Bildsprache gefunden.“ Seine vorwiegend schwarz-weißen Werke sind das Ergebnis.

Ab dem 22. März sind Gerhard Dörners ausgewählte Handzeichnungen in der Stadtbibliothek Hartha zu sehen. Die Ausstellung wird um 19 Uhr feierlich eröffnet. Die Fotoausstellung „Von der Dampflok zur Pedale“ wandert voraussichtlich weiter nach Geringswalde.

Von Lisa Schliep

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