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Döbeln Stadtmotive und Illuminationen in der Harthaer Stadtbibliothek
Region Döbeln Stadtmotive und Illuminationen in der Harthaer Stadtbibliothek
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16:41 26.05.2016
Ute und Martin Gerling kommen aus Harthas Partnerstadt Fröndenberg und eröffnen am Sonntag in der Stadtbibliothek ihre Foto-Ausstellung. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

In der Harthaer Stadtbibliothek bereiteten am Donnerstag 20 geballte Jahre gemeinsame Erfahrung in der Fotografie eine neue Ausstellung vor, die am Sonntag Lena Fischers Manga-Zeichnungen offiziell ablösen wird. Ute und Martin Gerling kommen aus Fröndenberg, Harthas Partnerstadt, und sind Teil der Delegation, die anlässlich des Brunnenfestes von der Ruhr in die Region gereist ist. Unter dem Titel „Colored Light – Farbiges Licht“ präsentiert das Ehepaar 27 selbstgeschossene und sorgfältig ausgewählte Motive. „Wir haben zwei Sorten mitgebracht. Zum einen machen wir sehr gerne Aufnahmen von Städten im Dunkeln und wollen so die besondere Atmosphäre der Nacht einfangen“, erklärt Martin Gerling. So gibt es etwa die Leipziger Ladenpassage Specks Hof, die Wiener Staatsoper oder das malerische Gerberviertel im französischen Straßburg zu sehen. „Dann gibt es noch Illuminationen zu sehen.“ Darin kommt farbiges Licht zum Einsatz, das den Charakter des angestrahlten Objekts komplett verändern kann. Wer welches Bild geschossen hat, möchte das Ehepaar nicht verraten. „Bei unserer letzten Ausstellung in Fröndenberg wurden wir immer wieder danach gefragt und das fanden wir nicht gut. Es ist doch eine Teamleistung“, verrät der 59-jährige Informatiker. Trotzdem haben die beiden losgelöst voneinander ihre ganz eigenen Vorlieben. „Jetzt haben wir Licht und Farben, aber es gibt noch so viele andere breitgefächerte Motive“, meint Ute Gerling. Besonders Blüten in allen Varianten haben es der 56-Jährigen, die neben ihrem Hobby stellvertretende Bürgermeisterin von Fröndenberg ist, angetan: „Gerade verblühte Blüten haben einen ganz besonderen Charme, der zu wenig Beachtung findet.“ Martin Gerling hingegen ist fasziniert von Schnelligkeit. Zur Triathlon-WM in Hamburg rauschten die Rennradler an ihm vorbei und stellten ihn auf die fotografische Probe. Seitdem versucht er unter anderem auch bei Rennrodlern oder fliegenden Vögeln im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.

„Und am besten ohne nachzubearbeiten“, erklärt Ute Gerling die gemeinsame Philosophie. „Wir haben so schöne Natur und Gebäude. Warum soll man sich nicht die zehn Minuten nehmen und gleich richtig belichten?“ Die Zeit, die andere hinterher mit Bildmanipulation verbringen, sei ihr zu schade. „Da gehe ich lieber fotografieren.“ Die Gerlings nehmen sich die Zeit, um das Wunschmotiv nach ihren Vorstellungen ablichten zu können. „Ich habe Geduld und die muss man auch mitbringen“, hält Martin Gerling fest. „Ich stelle mein Stativ auf, warte so lange, bis kein Mensch mehr im Motiv ist und mache dann mein Foto.“ Was dabei entsteht, kann ab Sonntag in der Stadtbibliothek betrachtet werden. Die Ausstellung wird um 11 Uhr mit einer kleinen Vernissage eröffnet.

Von André Pitz

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