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Döbeln Stadträte wollen neue Weinberg-Sporthalle am Standort des jetzigen Speisesaals
Region Döbeln Stadträte wollen neue Weinberg-Sporthalle am Standort des jetzigen Speisesaals
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15:44 15.09.2017
Die alte Sporthalle der Weinbergschule soll verschwinden. Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Die Stadträte trafen Donnerstagabend eine Grundsatzentscheidung. Die Roßweiner Grundschule Am Weinberg bekommt eine neue Sporthalle. Der Bau ist auf dem Grundstück des ehemaligen Speiseraumgebäudes vorgesehen, das vorher abgerissen werden soll. Die alte Turnhalle verschwindet, wenn die neue steht. Vor dem Jahr 2021 ist aus Finanzierungsgründen allerdings nicht mit dem Neubau zu rechnen, bei dem es sich um eine Einfeldhalle handeln soll.

Die vorhandene Halle hinter der Schule an der Straße der Einheit stammt aus den 1970er Jahren und entspricht nicht mehr den Anforderungen eines modernen Sportunterrichts. Die Mängel am Gebäude sind zwar noch nicht so groß, dass der DDR-Bau gesperrt werden müsste, wie Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) auf Nachfrage von Erwin Weist (Linksfraktion) in der Ratssitzung erklärte. Unbestritten ist aber, dass die Jahre der Weinberg-Sporthalle aufgrund ihres Zustandes gezählt sind. Thomas Winter (SPD-Fraktion), Leiter der Roßweiner Oberschule, sagte dazu: „Ich freue mich, dass wir jetzt auch über den Neubau einer Sporthalle für die Weinbergschule reden, nach dem unsere Oberschule bereits eine super Sporthalle bekommen hat.“

Mit dem Thema beschäftigt sich der Stadtrat seit Monaten. Zuletzt stand es bei der nicht öffentlichen Ratssitzung Mitte August auf der Tagesordnung, bei der sich Räte bereits hinter verschlossenen Türen über das weitere Vorgehen einigten. Drei Varianten standen zur Auswahl: 1. Rekonstruktion der bestehenden Halle mit einer geschätzten Investitionssumme von 1,45 Millionen Euro; 2. Abriss der alten Halle und Neubau an genau dieser Stelle für etwa zwei Millionen Euro und 3. Abriss des ungenutzten Speisesaalgebäudes, dort Errichtung der Sporthalle sowie Rückbau der alten Halle im Gesamtumfang von 2,3 bis 2,5 Millionen Euro.

Die Vor- und Nachteile der Varianten wurden abgewägt. Die erste Variante ist die kostengünstigste, auch im Hinblick auf den Abschreibungsbetrag, den die Stadt nach neuer Doppik-Haushaltsführung jährlich berücksichtigen muss, um in 50 Jahren Geld für eine neue Sporthalle zu haben. Eine wichtige Rolle bei der Finanzierung des Vorhabens spielt die Förderquote, die die Stadt erhält. Das aktuelle Förderprogramm für Schuhausbau sieht einen 40-prozentigen Zuschuss vor. Die Stadt liebäugelt aber damit, den Bereich um den Ex-Speiseraum als Insellösung ins Stadtumbaugebiet zu bekommen. Dann läge die Förderung bei 66 Prozent.

In der Hoffnung, dass das gelingt, entschieden sich die Stadträte einstimmig für die Variante 3 und damit für die teuerste. „Wir sehen dabei auch den ästhetischen Aspekt. Der alte Speiseraum verschwindet und das Gelände der Grundschule bekommt ein ganz anderes Gesicht“, erklärte Uwe Hachmann (SPD). Rico Söhnel von der CDU-Fraktion verwies darauf, dass der Abriss des Speiseraumes ohnehin eines Tages auf die Stadt zukäme. Das bestätigte der Bürgermeister: „Es gibt kein Nutzungskonzept dafür. Der Bau dient lediglich als Windschutz und das Dach als Träger für eine Photovoltaikanlage.“ Den Windschutz könnt auch die neue Sporthalle bieten. Thomas Winter regte zusätzlich an, einen geschützten Verbindungsgang zwischen Schule und neuer Sporthalle in Betracht zu ziehen. Steffen Zaspel (Freie Wähler Niederstriegis) sieht in Variante 1 ein zu großes Risiko. Wenn bei einer Hallensanierung unvorhergesehen Kosten auftreten würden, dann bekäme die Stadt diese nicht gefördert.

Von Olaf Büchel

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