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Döbeln Stadtrat rüstet Freiwillige Feuerwehren in Stadt und Land auf
Region Döbeln Stadtrat rüstet Freiwillige Feuerwehren in Stadt und Land auf
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16:32 02.05.2018
Das Döbelner Tanklöschfahrzeug (vorn) soll durch ein neueres mit mehr Tankvolumen ersetzt werden. Das 1992 gebaute Fahrzeug wird in Beicha weiter genutzt. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer hatte es auf der Jahreshauptversammlung der Döbelner Gemeindefeuerwehr Ende März schon angekündigt. Donnerstagabend macht der Stadtrat daraus ernst: Für ihre ehrenamtlichen Feuerwehrleute wird die Stadt Döbeln in diesem und im nächsten Jahr richtig viel Geld in die Hand nehmen. Gleich zwei entsprechende Beschlussvorlagen stehen am Abend auf der Tagesordnung der öffentlichen Ratssitzung. Es geht um zusammen fast eine Million Euro Investitionen in die Feuerwehr.

Zum einen soll die Ortsfeuerwehr Döbeln ein nagelneues Tanklöschfahrzeug für 390 000 Euro bekommen. Zur Zeit steht ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/24 in der Fahrzeughalle des Döbelner Gerätehauses. Das Fahrzeug wurde 1992 angeschafft. Auf Grund seines Alters sowie seiner technischen Ausstattung entspricht es nicht mehr den heutigen Anforderungen der Döbelner Wehr. Denn der Wasservorrat von 2500 Litern reicht den Döbelner Kameraden nicht mehr aus. Wir rücken heutzutage deutlich häufiger zu Unfällen auf der Autobahn aus. Dort ist die Löschwassersituation schwierig und die 2500 Liter an Bord sind für eine effektive Brandbekämpfung oft sehr knapp“, sagt Döbelns Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch. Das neu zu beschaffende Fahrzeug vom Typ TLF 4000 verfügt dann über einen 4000-Liter-Wassertank sowie über eine zusätzliche Ausstattung zur Brandbekämpfung mit zumischbaren Löschmitteln. Durch den größeren Laderaum können zusätzlich unbedingt benötigte Hilfsmittel verladen werden, welche speziell bei Verkehrsunfällen mit Lastkraftwagen nötig sind. Zudem benötigt das neue Fahrzeug bei Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistungen weniger Besatzung. „Das ist bedeutsam, da während der üblichen Arbeitszeit nicht alle Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr in Döbeln verfügbar sind“, so der Wehrleiter.

385 000 Euro soll der neue Tanker kosten, 215 000 Euro davon wurden als Feuerwehrfördermittel beantragt. 170 000 Euro werden aus der Stadtkasse benötigt.

Das bisherige Döbelner Löschfahrzeug soll aber keinesfalls in den Ruhestand gehen. Mit seinem 2500-Liter-Wassertank wird es bei der Ortswehr Beicha gute Dienste leisten. Denn auch in den ländlichen Döbelner Ortsteilen ist die Löschwasserversorgung oft schwierig. Das Döbelner Löschfahrzeug verbessert die Bedingungen deutlich. Denn in Beicha sind bis jetzt ein Kleinlöschfahrzeug (ehemals von der Stockhausener Wehr) und ein Pulverlöscheranhänger stationiert.

Damit der Döbelner Tanker aber in Beicha auch Platz hat, werden in dem Ortsteil gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Das bisherige Gerätehaus verdient den Namen nicht. Die Fahrzeuge stehen in Mietgaragen.

Das wird in diesem und im nächsten Jahr für zusammen 560 000 Euro geändert. Die 21 Aktiven Beichaer Kameraden bekommen durch einen Anbau an die ehemalige Schule ein neues Gerätehaus mit vernünftigen Bedingungen. In dem ehemaligen Schulgebäude wird der von den Kameraden bereits genutzte Schulungsraum weiter genutzt. Zudem werden hier Sanitäranlagen sowie die notwendige Versorgungsküche eingerichtet. Die neue Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen wird als Neubau, unmittelbar an die Schule angebaut. Die neuen Umkleideräume werden in einem Verbindungsbau zwischen neu zu errichtender Fahrzeughalle und bestehendem Gebäude integriert. 360 000 Euro erhofft sich die Stadt als Förderung. 200 000 Euro kämen aus dem Stadtsäckel.

Von Thomas Sparrer

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