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Stadtrat schnürt Paket für neue Muldebrücke

Döbeln: Stadtrat schnürt Paket für neue Muldebrücke

Im nächsten Stadtrat soll die 96 Meter lange Dreifeldbrücke aus Spannbeton noch einmal vorgestellt werden. Dann werden die Förderanträge für die neue Muldenquerung an der Döbelner Schillerstraße gestellt. Erste Vorarbeiten könnten 2017 starten. Der eigentliche Spatenstich wird für 2018 erwartet. Die Bauzeit soll etwa eineinhalb Jahre betragen.

So soll die neue Brücke einmal aussehen.

Quelle: Montage Sven Bartsch

Döbeln . Die Döbelner Stadträte können auf ihrer nächsten Sitzung ein umfangreiches Paket für den Bau der neuen Muldebrücke zwischen der Schillerstraße und der Sörmitzer Straße schnüren. Dahinter stecken zwei gute und eine weniger gute Nachricht. Die erste gute: Über ein 2100 Quadratmeter großes Stück Land, das zum Bau der Brücke benötigt wird, konnte die Stadt mit der Eigentümerfamilie eine Einigung erzielen. Vor knapp zwei Jahren sah es nicht danach aus. Der Eigentümer, der frühere Döbelner Bürgermeister Matthias Girbig, hattet beim Verwaltungsgericht Chemnitz gegen den straßenrechtlichen Planfeststellungsbeschlusses zur geplanten Brücke geklagt. „Wir haben uns nun an einen Tisch gesetzt und eine Einigung erzielen können. Darüber bin ich sehr dankbar“, lobt Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. Er selbst wünscht sich noch in seiner Amtszeit den ersten Spatenstich für die Brücke vollziehen zu können.

Dafür sieht es jetzt dank der zweiten guten Nachricht nicht schlecht aus. Mit der Firmenleitung von Typofol wurde eine Vereinbarung ausgehandelt, die für den Brückenbau elementar ist. Diese Vereinbarung soll ebenfalls am 23. März im Stadtrat beschlossen werden. Damit der Brückenbau funktioniert und die Sörmitzer Straße mit der Zufahrt zum Klinikum Döbeln, zum Typofol-Werk und nach Sörmitz weiter befahrbar bleibt, wird eine Baustraße über das Typofolgrundstück geführt. Sie wird später zur Zu- und Ausfahrt der Firma. Das hat den Vorteil, dass damit auch die Verkehrsführung auf Sörmitzer Seite der Brücke einfacher wird. Denn das Brückenbauwerk kommt etwa 1,5 Meter über dem jetzigen Straßenniveau an. Statt eines großflächigen Knotens vor Typofol kann so die Straße insgesamt auf diese Höhe angehoben werden.

Weniger gut ist die dritte Nachricht zum Brückenbau: Gegenüber den ersten Planungen 2012 ist die jetzt bis zum Bauwerksentwurf geplante Brücke rund 1,5 Millionen Euro teurer. Das heißt auch die Stadt Döbeln muss 200 000 Euro mehr Eigenmittel obendrauf legen. „Zum einen ist der Baupreisindex seit 2012 um acht Prozent gestiegen. Hauptgrund für die Verteuerung ist aber der sandige Untergrund. Deshalb muss die Brücke wie andere Bauwerke auf der Muldeninsel auch auf Bohrpfählen gegründet werden“, sagt Baudezernent Thomas Hanns. Im Stadtrat soll die 96,6 Meter lange Dreifeldbrücke aus Spannbeton noch einmal vorgestellt werden. Dann werden die Förderanträge an das Landesamt für Straßenbau- und Verkehr gestellt. Erste Vorarbeiten könnten 2017 starten. Der eigentliche Spatenstich wird für 2018 erwartet. Die Bauzeit soll etwa eineinhalb Jahre betragen.

Von Thomas Sparrer

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