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Döbeln Stadtsporthalle wird sicher wie ein Flughafen
Region Döbeln Stadtsporthalle wird sicher wie ein Flughafen
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16:00 07.08.2018
Regina Hlozek (r.) vom städtischen Bauamt führte am Dienstag Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer über die Baustelle in der Stadtsporthalle. Quelle: Thomas Sparrer
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Döbeln

Mit Schuljahresbeginn nächste Woche ist die Mensa an der Stadtsporthalle wieder für die Schüler des Lessing-Gymnasiums nutzbar. „Die Bauarbeiten liegen trotz einiger zusätzlicher Leistungen und einigen Lieferengpässen bei den Brandschutz-Glaselementen einigermaßen im Plan“, sagt Regina Hlozek, Mitarbeiterin im Bauamt der Stadt Döbeln. Sie betreut die Baustelle und führte am Nachmittag Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer und seine Amtsleiter und Dezernenten über die Baustelle. Am Abend besichtigten die Mitglieder des Kultur- und Sportausschusses die Baustelle. Denn alle Entscheidungsträger sollen im Bau sehen, was nach Fertigstellung kaum noch wahrzunehmen ist, was aber rund 600 000 Euro kosten wird, 100 000 Euro mehr als geplant.

Seit Mai wird in der Stadtsporthalle der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Wenn Ende September alles fertig ist und die Stadtsporthalle wieder für Schulsport und die Vereine zur Verfügung steht, wird manchem kaum auffallen, was Elektriker Trockenbauer und Fensterbauer fünf Monate lang in der Halle zu tun hatten. Zu sehen sind dann nur die kleinen Lampen der Notbeleuchtung in den Decken und die neuen feuersicheren Glaselemente, die im Eingangsbereich Rauchwege abtrennen. Auch die Mensa wird durch eine neue gläserne Tür feuersicher von der Halle abgetrennt.

Die neue Sicherheitsbeleuchtung und eine neue Brandmeldeanlage sind der Kern der Umbauarbeiten. Im Keller der Halle wurde eine neue Sicherheitszentrale eingebaut, neue Kabel durch die Decken gezogen. Flächendeckend wurde die neue Brandmelde- und Alarmierungsanlage installiert. Im Eingangsbereich befindet sich gleich die Brandmeldezentrale, als erster Anlaufpunkt für die Feuerwehr, um festzustellen, welcher Sensor den Alarm ausgelöst hat beziehungsweise wo es brennt.

Hinzugekommen ist auch eine komplett neue Rauchableitung. Die Fenster im Hallendach sind künftig elektronisch gesteuert um im Brandfall für den Anzug des Rauches zu sorgen. Auch in der Kuppel der Mensa sind die vier Fenster mit entsprechenden Sensoren und Motoren ausgestattet. „Auch in jede der acht Zu- und Abluftanlagen der Stadtsporthalle wurden je ein Rauchmelder installiert und mit der Brandmeldeanlage verbunden“, beschreibt Regina Hlozek. Das alles ist notwendig um die Anfang der 1990-er Jahre gebaute Stadtsporthalle wieder auf aktuellsten Stand des Brandschutzes für eine so große Sport- und Versammlungsstätte zu bringen. „Nach dem Flughafen 1996 in Düsseldorf wurden schrittweise die Brandschutzbestimmungen deutlich verschärft“, so Regina Hlozek. Bei der durch Schweißarbeiten ausgelösten Katastrophe waren damals 17 Menschen ums Leben gekommen.

Im Zuge der Brandschutzsanierung waren neben der Stadtsporthalle auch die Mensa und zuvor das Naturwissenschaftliche Gebäude umgebaut worden. Weil alle Angebote nach der Ausschreibung deutlich über der Kostenschätzung lagen, kostet das ganze Projekt mit 600 000 Euro runde 100 000 Euro mehr als veranschlagt.

„Die in der Stadtsporthalle trainierenden Vereine wie die HSG Neudorf-Döbeln und der UHC haben eigenständig Ersatztrainingsstätten gemietet. Zudem wurden die ersten Heimspiele der neuen Saison im Spielplan verlegt. So dass wir dann in der zweiten Saisonhälfte mehr Heimspiele in der Stadtsporthalle haben werden und der Plan sehr eng gestrickt sein wird“, so Michael Thürer vom städtischen Sportamt.

Von Thomas Sparrer

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