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Stadttor-Pläne stehen unter keinem guten Stern

Döbeln Stadttor-Pläne stehen unter keinem guten Stern

Ob die Ritterstraße in Döbeln zeitweise ein Stadttor bekommt oder nicht, ist nach wie vor unklar. Der Hauptausschuss hat in nicht öffentlicher Sitzung zwar mehrheitlich einem Aufbau an der Ritterstraßenzufahrt – in Höhe der Kegelbrüder – zugestimmt. Trotzdem ist nicht sicher, ob die Holzkonstruktion tatsächlich den Weg an diesen Standort findet.

Stadttor-Nachbau: die Durchfahrtshöhe beträgt 6,50 Meter.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Ob die Ritterstraße in Döbeln nun zeitweise ein Stadttor bekommt oder nicht, ist nach wie vor unklar. Der Bauunternehmer Sven Weißflog hat mit Händlern der Ritterstraße den Nachbau eines solchen Tores bereits bewerkstelligt. Mit einer Durchfahrtsbreite von neun Metern und einer lichten Höhe von 6,50 Metern steht dieser auf einem Firmengelände am Stadtrand (DAZ berichtete).

Der Hauptausschuss hat in nicht öffentlicher Sitzung am Donnerstagabend zwar mehrheitlich einem Aufbau an der Ritterstraßenzufahrt – in Höhe der Kegelbrüder – zugestimmt. Trotzdem ist nicht sicher, ob die Holzkonstruktion tatsächlich den Weg an diesen Standort findet.

Das dürfte nicht unbedingt an den Auflagen liegen, die der Hauptausschuss an die Zustimmung geknüpft hat. Weißflog soll einen statischen Nachweis erbringen, dass das Tor tatsächlich standsicher aufgestellt werden kann. Und das, ohne dafür Löcher in den Straßenkörper oder den Gehwegbereich zu bohren. „Das Pflaster in dem Bereich ist besonders stabilisiert. Dort Löcher zu bohren, das geht nicht“, erklärt Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU). Um im Hochwasserfall Ausspülungen zu vermeiden, ist diese spezielle Verlegung des Pflasters erfolgt. Sven Weißflog sieht darin kein Problem. Die Konstruktion sei sehr stabil und habe die jüngsten beiden Herbststürme auf dem Firmengelände gut überstanden. Zudem sollen Verankerungen an den seitlichen Hausfassaden der Ritterstraße zusätzliche Sicherheit bringen. Auch die ebenfalls geforderte Versicherung dürfte nicht zum Hindernis werden. „Für unsere Veranstaltungen schließen wir immer Versicherungen ab“, sagt Weißflog.

Die dritte Festlegung des Hauptausschusses betrifft den Aufstellungszeitraum, und da wird es brenzlig. Egerer: „Die Entscheidung besagt, dass das Tor von November 2017 bis Januar 2018 an der Ritterstraße stehen darf.“ Das nützt Sven Weißflog und seinen Mitstreitern aber gar nichts. Denn noch am Donnerstagabend hatte er erklärt, dass der Aufbau bis zur diesjährigen Adventszeit nicht mehr zu schaffen ist. Das bestätigte er am Freitag noch einmal. „Das Tor ist noch nicht ganz fertig, wir haben zum Beispiel noch Werbetafeln geplant. Das ist viel zu viel Arbeit und zu knapp bis zum Advent.“

Oberbürgermeister Egerer dazu: „Bis Januar 2018 lautet die Entscheidung. Nächstes Jahr beginnt der Brückenbau an der Straße des Friedens und die Ritterstraße dient als Umleitungsstrecke. In dieser Zeit befürwortet die Stadtverwaltung das Tor an der Ritterstraße nicht.“

Für Sven Weißflog ist das kein ausreichendes Argument. „Wir haben das Tor extra so groß gebaut. Zusätzlicher Umleitungsverkehr sollte da kein Problem sein.“ Für wichtig hält er allerdings, dass für die Zeit des Brückenbaus an der Straße des Friedens grundsätzlich ein schlüssiges Verkehrs- und Umleitungskonzept umgesetzt wird. „Sonst gibt es ein Fiasko in Döbeln.“

Von Olaf Büchel

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