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Döbeln Stadtumbau auf 29 Hektar in Döbeln
Region Döbeln Stadtumbau auf 29 Hektar in Döbeln
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19:53 07.03.2012
Dies ist nur ein Teil des Gründerzeitgebietes-Süd, das die Stadt Döbeln in den nächsten Jahren mit Hilfe der Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau-Ost weiterentwickeln möchte. Dazu gehören auch neue Wegeverbindungen etwa zwischen Schiffsbrücke und Fichtestraße oder die geplante neue Muldenbrücke, die am Ende der Schillerstraße gebaut werden soll.Luftbild: Wolfgang Sens (Archiv)
Döbeln

Seit 2002 ist die Stadt Döbeln im Förderprogramm Stadtumbau-Ost. Damals häuften sich die Probleme mit Wohnungsleerstand. Allein 2002 bis 2010 wurden in diesem Rahmen 1500 Wohnungen in Döbeln, größtenteils im Plattenbau, abgerissen. Doch neben dem Abriss wurde auch aufgebaut. Stadtumbaumittel flossen in die Sanierung der Kindertagesstätten. Aktuell läuft gerade noch die Sanierung der Kindertagesstätte Tausendfüßler in Döbeln-Nord mit diesen Fördergeldern. Zudem wurde das Wohnumfeld an verscheidenen Flecken in der Stadt verschönert und besonders die Stadtwerke konnten Fördermittel für den Rückbau von Infrastruktur abrufen. Denn wo weniger Wohnungen stehen, werden auch weniger Leitungen gebraucht. Die Stadtumbau-Ost-Fördermittel verwendete die Stadt aber auch bei der Kofinanzierung anderer Maßnahmen. So wird die energetische Sanierung des Gymnasium-Hauptgebäudes in diesem Jahr zum größten Teil aus Geldern des europäischen Efre-Programmes bezahlt. Doch mit den Stadtumbaumitteln kann die Stadt den Eigenanteil aus dem Stadtsäckel noch minimieren.

Doch künftig wird es für den Stadtumbau-Ost weniger Gelder geben. Und dafür sind die Städte nun angehalten kleinere Gebiete auszuweisen, in denen mit weniger Geld Spürbares bewegt werden kann. "Das Gründerzeitgebiet-Süd umfasst eine Fläche von 29,3 Hektar. Hier leben aktuell 930 Einwohner. Aber es stehen auch 129 Wohnungen leer und einige Wohnhäuser, aber auch Gewerbeflächen sind Ruinen", schildert Stadtplaner Thomas Hanns den Ansatz. Mit Hilfe des Programmes will die Stadt eine ganze Liste von Problemfeldern des Gebietes voranbringen. Am ruinösen Ostbahnhof ist vielleicht über das Programm etwas zu bewegen. Die Flächen es ehemaligen Güterbahnhofes sind mittlerweile von der Bahn entwidmet. Somit kann die Stadt damit planen und hier vielleicht Flächen für kleines und mittelständiges Gewerbe entwickeln. Am Komplex des Gymnasiums gibt es auch nach der energetischen Sanierung des Hauptgebäudes noch Investitionsbedarf, wie die Innensanierung und der lange angedachte Verbindungsbau zwischen Altbau und Naturwissenschaftsgebäude.

Zwischen Uferstraße, Gabelsberger und Schillerstraße gibt es zahlreiche Ruinen. An deren Stelle könnten später vielleicht einmal kleine Stadtvillen für innerstädtisches Wohnen errichtet werden. Auf der Parkfläche zwischen Schillerstraße und Gabelsberger gibt es Ideen für einen Generationenspielplatz, wo sich nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene sportlich betätigen können.

Mit einer kleinen Nase ragt das neue Fördergebiet auch auf die Muldeninsel und schließt die Flächen des abgerissenen Wohnblockes an der Fronstraße gegenüber der Fleischerei Götzel mit ein. Hier soll der Zugang von der Kauflandbrücke zur Fußgängerzone der Innenstadt mit neuem Pflaster, Bänken, Bäumen und Grünflächen neu gestaltet und deutlich aufgewertet werden.

❏ Fläche 29,3 Hektar, 930 Einwohner, 129 leerstehende Wohnungen vorwiegend im abbruchreifen Altbau. Viele leerstehende Gewerbeflächen.

❏ Geplante Investitionen 1,8 Millionen Euro. Beantragt zunächst 1,2 Millionen Euro, davon mögliche Fördermittel 856 000 Euro im Zeitraum bis 2016.

❏ Der Stadtrat hat das Gebiet am 9. Februar so beschlossen. Bis 29. Februar wurden die Förderanträge gestellt. Über die Aufnahme in das Programmwird bis Herbst entschieden.

Thomas Sparrer

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