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Döbeln Stadtverschönerer tüfteln an neuen Ideen für Hartha
Region Döbeln Stadtverschönerer tüfteln an neuen Ideen für Hartha
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00:50 23.04.2018
Die zweite Seite der Franz-Mehring-Straße soll nach dem Arbeitseinsatz von „Wir – für ein schönes Hartha“ am Ende ähnlich gepflegt aussehen. Quelle: Manuel Niemann
Hartha

Viel vorgenommen hat sich die Interessengemeinschaft „Wir – für ein schönes Hartha“ 2018. Dazu suchten die Mitglieder bei ihrem ersten Treffen in diesem Jahr den Rat vom stellvertretenden Vorsitzenden des Waldheimer Verschönerungsvereins Karl Schuster.

Erfahrungen und Anregungen aus Waldheim

Der Verein besteht in der Nachbarstadt seit 2006 und hat damit zehn Jahre mehr Erfahrung als die Interessengemeinschaft (IG), die unter dem Dach des Harthaer Heimatvereins entstanden ist: Auch ohne Schusters Anregungen können die inzwischen sechs Mitglieder schon auf einiges zurückblicken: Arbeitseinsätze im Stadtpark liegen in den zwei Jahren des Bestehens hinter ihnen, der Heegweg und ehemaligen Naturlehrpfad wurden gereinigt und mit Hilfe der Firma Just Naturstein und des städtischen Bauhofs eine Sitzgelegenheit am Bismarkstein geschaffen.

Interesse für Stadt soll geweckt werden

Ein historischer Stadtrundgang unter dem Motto „Wir entdecken Hartha“ wie auch Wanderungen im Frühjahr, Herbst und Winter gehen ebenfalls auf die IG zurück. „Es ist eines unserer Ziele, den Bürgern der Stadt, die Umgebung näher zu bringen und ihr Interesse zu wecken“, erklärte Mitglied Regina Roßbach.

Wanderung zum Herbstanfang

Nächste Gelegenheit wird die Herbstwanderung sein. Am Sonntag, dem 23. September, wird pünktlich zum Herbstanfang in Richtung Gersdorf gewandert. „Ich fand gut, dass alle etwas zu sagen hatten“, erinnerte sich Frank Zenker an die letztjährige Tour, die nach Diedenhain führte. „Die Bürger, die mit waren, haben unser Anliegen aufgegriffen.“ So erzählten sie spontan, wo einst russische Gefangene untergebracht waren, wie diese Holzpuppen schnitzten und dadurch Brot bekamen.

Die attraktive Gegend auch pflegen

„Was die Leute euch erzählen, schreibt das auf!“, regte der erfahrene Karl Schuster an, vielleicht sogar eine eigene Chronik zu beginnen. Er warnte aber auch: „Hütet euch davor, zum Wanderverein zu werden!“ Sie seien keiner, stimmte Sylvia Reichert-Penzel zu: „Die Intention ist einfach, dass wir unsere Umgebung und unsere Stadt den Leuten näher bringen, dass sie feststellen: Wir wohnen in einer attraktiven Gegend. Vielleicht kommt dann auch der Rückschluss: Man könnte auch einmal etwas dafür tun.“ Das klappe nur bedingt: Im Vergleich zu den 80 Leuten, die im Winter mit wanderten, finden sich vielleicht zehn für einen Arbeitseinsatz, so Reichert-Penzel.

Waldheimer Verein lebt von Zusammenarbeit mit Freiwilligen

Aus Waldheim bekamen die Harthaer Tipps zu Versicherungsfragen und Möglichkeiten Gelder, aber auch Nachwuchs zu gewinnen. Der Verschönerungsverein kann sich allerdings auch auf Vereinsförderung stützen, die es für die IG so nicht gibt. Aber auch in Hartha sei es möglich, Materialtransporte etwa über den Bauhof oder Betriebe zu sichern, die Schulen einzubeziehen und Aufgaben zu delegieren. Schuster gab offen einen Einblick in die Waldheimer Praxis: „Ihr müsst immer die anderen mit reinholen, die Betriebe und Leute, die nicht im Verein sind, vor allem Freiwillige“, erklärte er.

Arbeitseinsatz in Franz-Mehring-Straße geplant

Ebensolche, Freiwillige, können sich bereits Donnerstag und am Freitag einbringen. „Wir – für ein schönes Hartha“ setzen dann ihre Arbeit an der Parkanlage in der Franz-Mehring-Straße fort: Im August des vergangenen Jahres hatten die Mitglieder mit Helfern bereits die erste Seite der Anlage neu gestaltet. Auch gegenüber soll nun Hand angelegt werden: Eine neue Borte und Grasnarbe gesetzt werden. Anschließend wird dann am Sonnabend, dem 5. Mai, Split verstreut und ein Teil der Fläche bepflanzt. Die Arbeiten starten jeweils ab 9 Uhr. Wer möchte, kann sich einfach anschließen.

Von Manuel Niemann

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