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Döbeln Stadtwald soll Baumpark werden
Region Döbeln Stadtwald soll Baumpark werden
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17:50 18.12.2015
Leisniger Baumfreunde in Aktion, auf der Leiter: Uwe Reichel. Nun haben sie einen Bepflanzungsplan für den Stadtwald vorgelegt.   Quelle: Wolfgang Sens
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Leisnig

Baumfreunde haben für den Leisniger Stadtwald einen Bepflanzungsplan aufgestellt und den Ratsmitgliedern im Technischen Ausschuss vorgelegt. Der Plan weist nicht nur aus garten- oder landschaftsplanerischer Sicht aus, welche Stellen sich besonders eignen, um Bäume neu zu pflanzen. Die Ersteller des Plans haben auch ganz konkrete Vorstellungen, welche Baumarten sich an bestimmten Stellen gut machen würden. Initiator ist Uwe Reichel. Er gehört dem Technischen Ausschuss als sachkundiger berufener Bürger an. Zudem ist er in der Arbeitsgruppe Baumfreunde beim Leisniger Geschichts- und Heimatverein aktiv.

Reichel sagt: „In den vergangenen 20 Jahren wurden hier kaum Bäume gepflanzt. Das ist doch schade, denn mit dem Stadtwald haben wir gewissermaßen auch einen schönen Stadpark. Und den können die Bürger auch selbst mit gestalten.“ Genau darauf zielt nun der Bepflanzungsplan ab. Dieser hat zum Inhalt, dass die Leisniger dort Ereignisbäume pflanzen, beispielsweise für ein neugeborenes Kind oder aus Anlass einer frisch geschlossenen Ehe. Auch Gedenkbäume zu bedeutenden kommunalen oder anderen wichtigen Ereignissen seien denkbar.

Einige Gedenkbäume aus früheren Jahrzehnten stehen schon im Stadtwald. Die achtköpfige Gruppe der Leisniger Baumfreunde möchte an diese Tradition anknüpfen. Auf die Idee für die Gedenk-, Erinnerungs- und Ereignisbäume kam Reichel unter anderem durch den so genannten Sachsenwald nahe Hamburg. Der gehörte einst Otto von Bismarck und heute dessen Familie beziehungsweise Erben.

Eine Wassereiche aus diesem Sachsenwald steht im Übrigen schon in Leisnig, und zwar am unteren Lindenplatz auf dem Grünstreifen. Dass es sich um einen Baum aus dem Bismark’schen Sachsenwald handelt, ist verbürgt: Der Schriftverkehr dazu liegt im Archiv der Stadt. Gepflanzt wurde der Baum am 1. April 1915, aus Anlass des 100. Geburtstages Otto von Bismarcks. Laut Reichel gab es bereits Anfragen von Leisnigern, wie oder wo sie einen Baum neu pflanzen können. „Häufig ist der Hintergrund dabei der, dass sie im eigenen Grundstück einen Baum entfernen mussten oder wollten, und nun an derer Stelle für Ersatz sorgen sollen oder auch wollen. Das geht natürlich gut in unserem Stadtwald.“ Auch wenn der Bepflanzungsplan die Anregungen dafür gibt, stehe die Stadtwaldbepflanzung weiterhin in der Regie der Stadt.

Von Steffi Robak

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