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Stadtwerke Döbeln investieren eine Dreiviertelmillion Euro in Netzsicherheit

Neue Schutztechnik: Stadtwerke Döbeln investieren eine Dreiviertelmillion Euro in Netzsicherheit

Rund eine Dreiviertelmillion Euro investieren die Döbelner Stadtwerke gerade in die Sicherheit ihres firmeneigenen Stromnetzes. Im Schalthaus am Stockhausener Weg ist ein erster, rund 300 000 Euro teurer Bauabschnitt gerade abgeschlossen. Hier wurden alle Schutzrelais ersetzt. Diese Vorkehrungen schützen das Stromnetz vor den Auswirkungen von Fehlern.

Tino Rast (r.), Monteur von Mitnetz, prüfte gestern die neuen Relais im Schalthaus der Stadtwerke Döbeln im Beisein von Andreas Richter, Fachabteilungsleiter Netz der Stadtwerke, Uwe Härling, Netzregionsleiter Westsachsen der Mitnetz, Stadtwerke-Chef Gunnar Fehnle, Mirko Lößner, Netzmeister der Stadtwerke, und Lars Richter, Projektleiter Mitnetz (v.l.).

Quelle: BARTSCH

Döbeln. „So klingt es, wenn ein Bagger eines der Strom-Erdkabel erwischt hat.“ Tino Rast, Monteur für Schutztechnik bei der Mitnetz Strom GmbH und Mitnetz-Projektleiter Lars Richter lösten an einem der nagelneuen Schutzrelais im Schalthaus der Döbelner Stadtwerke am Dienstag probeweise einen solchen Fehleralarm aus. Ein Knall und eine laut rasselnde Alarmklingel geht los. „Jetzt beginnen in der Stromleitwarte der Zwickauer Energieversorgung die Mitarbeiter mit der Fehlerortung, weil es an ihren Monitoren blinkt“, beschreibt Döbelns Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle. Rund eine Dreiviertelmillion Euro investieren die Döbelner Stadtwerke gerade in die Sicherheit ihres firmeneigenen Stromnetzes. Im Schalthaus am Stockhausener Weg ist ein erster, rund 300 000 Euro teurer Bauabschnitt gerade abgeschlossen. Hier wurden alle Schutzrelais durch kombinierte Schutz- und Steuerrelais ersetzt. Diese Relais sind eine technische Vorkehrung, um das Stromnetz der Döbelner Stadtwerke vor den Auswirkungen von Fehlern in einzelnen Netzabschnitten zu schützen. Dazu gehören etwa Leitungsschäden durch Baggerarbeiten. Zudem bietet die neue Schutz- und Steuertechnik eine automatische Frequenzentlastung. Sinkt etwa die im Wechselstromnetz übliche Frequenz von 50 Hertz, weil der Stromverbrauch im Verhältnis zur Erzeugungsleistung gerade drastisch ansteigt, dann reagiert die Technik.

„Eine zuverlässige Energieversorgung zeichnet sich durch zuverlässige Technik aus. Dafür müssen wir immer am Ball bleiben“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle. Mit der Mitnetz Strom GmbH haben die Döbelner Stadtwerke dabei Verträge. Die Ingenieure und Monteure von Mitnetz setzten den Austausch der Schutztechnik sowie die Prüfung und Inbetriebnahme mit den Stadtwerke-Mitarbeitern um. Weiter geht es im Frühjahr mit dem Wechsel der Schutzrelais in der Schaltstelle an der Döbelner Muldenterrasse. Hier werden noch einmal 185 000 Euro investiert. Mit dem Austausch von weiteren Spulen, Trafos und Sternpunktbildnern kommen eine Dreiviertelmillion Euro an Investitionen im innerstädtischen Stromnetz der Stadtwerke zusammen.

Diese Stromverteilernetz in Döbeln umfasst eine Länge von 282 Kilometern Erdkabel, 48 Kilometer Freileitungen, ein Schalthaus, eine Schaltstelle, 103 Trafostationen und 44 Kundenstationen. Aktuell versorgen die Stadtwerke Döbeln in ihrem Stromnetz 3896 Stromhausanschlüsse und insgesamt 21 200 Döbelner Einwohner mit Strom. Rund um die Uhr überwacht wird das Netz durch einen Vertrag mit der Energieversorgung Zwickau von der dortigen Schaltwarte aus.

Vor 111 Jahren begann mit der Inbetriebnahme des Elektrizitätswerkes die Elektroversorgung durch die Stadtwerke Döbeln. Die Gasversorgung ist noch älter. Vor 25 Jahren wurden die Stadtwerke Döbeln neu gegründet. Dieses Jubiläum soll im Juni im Rahmen des Döbelner Heimatfestes begangen werden. Zudem feiert das von den Stadtwerken betrieben Döbelner Stadtbad in diesem Jahr mit einer Festwoche seinen 80. Geburtstag.

Im Video sehen und hören sie das künstliche Auslösen des Alarms an einem Schaltrelais:

Von Thomas Sparrer

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