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Döbeln Stadtwerke buddeln ihre Stromkabel für den Hochwasserschutz aus
Region Döbeln Stadtwerke buddeln ihre Stromkabel für den Hochwasserschutz aus
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17:49 06.06.2018
In der nächsten Woche, pünktlich vor dem Döbelner Stadtfest, sollen die Arbeiten an den Gehwegen der Zwingerstraße abgeschlossen werden. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

Einen Kilometer neue Mittelspannungsleitungen, sowie komplett neue Niederspannungskabel und Hausanschlüsse verbuddeln die Döbelner Stadtwerke und ihre Partnerunternehmen die Firma Elektro Bauer derzeit in der Döbelner Zwingerstraße. Fußgänger und Kraftfahrer merken das an dem rechtsseitig aufgerissenen Gehweg und an der eingeengten Fahrbahn.

Die Stadtwerke müssen ihre Kabel und Leitungen aus dem Baufeld der Landestalsperrenverwaltung bringen. Denn die LTV verbreitert hinter den Häusern den Flutgraben und rammt dazu Betonbohrpfahlwände in den Boden.

„Genau in diesem Bereich hinter den Häusern lagen unsere Leitungen. Auch auf der gegenüberliegenden Kauflandseite, lag unser Mittelspannungskabel genau dort, wo die Bohrpfahlwände hin sollen“, schildert Mirko Lößner, Netzmeister der Stadtwerke Döbeln. Im ersten Bauabschnitt wurden zwei 20-Kilobvolt-Mittelspannungsleitungen umverlegt. Die Kabel werden die Flut-Mulde künftig nicht mehr an der Brücke Straße des Friedens überqueren sondern durch einen neuen Düker, der zwei Meter und dem Flussbett verlaufen wird. Übernächste Woche wird dafür die Baufirma Hundhausen im Flutgraben, einige Meter unterhalb der Brücke, eine insgesamt sieben Meter Tiefe Baugrube ausheben. Diese wird das Kunststoffrohr aufnehmen, durch das die Kabel gezogen werden.

Die gesamten Niederspannungsleitungen der Stadtwerke wurden entlang der Zwingerstraße zwischen Breiter Straße und Tümmlersteg bereits neu in den Gehweg verlegt. Der Gehweg ist dem Bereich bereitsneu gepflastert. Momentan wird zwischen Tümmlersteg und Straße des Friedens gearbeitet. Hier werden neben den Niederspannungsleitungen auch alle Hausanschlüsse erneuert sowie die Mittelspannungskabel von der Trafostation am Steg neu verlegt.

„Vor dem Stadtfest am übernächsten Wochenende wollen wir in der Zwingerstraße durch sein“, sagt Netzmeister Mirko Lößner. Danach rücken die Schachtarbeiten weiter in die Straße des Friedens. Die ist dann aber wegen der beginnenden Arbeiten an der Brücke ohnehin gesperrt. Die Niederspannungskabel der Stadtwerke überqueren übrigens später wieder unterhalb der dann neu gebauten Brücke in der Straße des Frieden den Mulde-Flutgraben.

„Die Stadtwerke arbeiten hier im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung, um das Baufeld für den Bau der Hochwasserschutzanlagen frei zu machen. Die Arbeiten sind Bestandteil des Hochwasserschutzkonzeptes. Die Bürger bekommen im Nebeneffekt einen nagelneu gepflasterten Gehweg und wir haben in dem Bereich gleich ein neues Leitungsnetz“, beschreibt Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle.

Die nächste große Investition der Stadtwerke läuft bereits östlich von Döbeln, wo oberhalb von Oberranschütz 20 Kilovolt-Kabel neu verlegt werden. Diese Arbeiten gehören zur Entflechtung des Stromnetzes von der Envia. Denn ab 2019 kommen die rund 4400 Einwohner der in den letzten Jahren eingemeindeten Döbelner Ortsteile Ebersbach, Ziegra und Mochau ans Stromnetz der Döbelner Stadtwerke. Allein die Abkopplung von der Envia und die Einbindung ins stadtwerkeeigene Stromleitungsnetz wird die Stadtwerke 4,6 Millionen Euro kosten.

Von Thomas Sparrer

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