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Döbeln Standortfaktor für Hartha: Freizeitangebote
Region Döbeln Standortfaktor für Hartha: Freizeitangebote
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19:30 22.02.2012
Fasching im Freizeittreff in Hartha: Auch die Erzieherinnen haben sich dafür in Schale geschmissen: Leiterin Manja Hübner und Hortleiterin Barbara Pohle (v.l.). Quelle: S. Bartsch
Hartha

Hartha. Überall an öffentlichen Plätzen gelten Regeln. Im Harthaer Freizeittreff erinnert sogar ein Schild an sie. Warum zieht es Jugendliche trotzdem - nicht nur in den Ferien - an diesen Ort? Und wie lassen sich Harthas Jugendangebote verbessern?

Mit einem Würfel spielen die Kinder darum, wer als nächstes ein Stück von der Schokolade abschneiden darf. Oder wer weiter darauf warten muss. Um den Tisch, auf dem der Kindergeburtstags-Klassiker gespielt wird, sitzen vor allem die jüngeren Besucher des Freizeittreffs. Die älteren haben sich ihre Ecke gesucht, sitzen zusammen und quatschen. Dass hier heute Fasching gefeiert wird, stört sie nicht weiter. "Das habe ich erst bemerkt als ich herkam", sagt der 20-jährige Max Thate. Cynthia Kosche versucht die unkostümierten Jungs wenigstens ein bisschen partygerecht zu machen. Mit einem Lippenstift malt die 15-Jährige ihnen rote Herzen auf die Backen.

Etwa 15 bis 20 Jugendliche kommen regelmäßig an den Nachmittagen in den Jugendclub in Hartha. Vor allem der offene Treff jedes zweite Wochenende ist beliebt.

Schokokuss-Wettessen, Fangspiele, Stuhl-Polonaise - dass dabei eher die Jüngeren mitmachen, wundert und stört Manja Hübner nicht. Seit Ende des vergangenen Jahres ist die Waldheimerin Leiterin der Einrichtung. Nicht nur an Fasching, auch bei anderen Programmen halten sich die Jugendlichen ab 15 Jahren eher raus. "Denen reicht es, hier einen Ort zu haben, an dem sie sich treffen können", sagt Manja Hübner. Die jüngeren wie der elfjährige Tommy Sachse kommen gerne zum Billard- oder Tischtennisspielen oder zum Fasching.

Die Kosten für Veranstaltungen wie diese übernimmt zum Teil der Trägerverein der Einrichtung, die Kindervereinigung Leipzig. Zum Teil müssen die Jugendlichen selbst einen Beitrag leisten. Für die Faschingsfeier etwa waren das zwei Euro. "Wenn ich vorschlage ins Kino zu gehen, dann wollen die meisten lieber DVD gucken, weil sie wissen, dass das billiger ist", berichtet die Sozialpädagogin. "Dinge wie Tischtennis oder der Internetzugang sind unsere Zugpferde", weiß Manja Hübner.

"Wenn hier zu ist, dann sitzen wir zum Beispiel in Waldheim am Bahnhof", erzählt Cynthia Kosche. Die Regeln des Freizeittreffs - wie Alkoholverbot oder das An- und Abmelden - akzeptiert die Harthaerin gern im Gegenzug für den warmen Treffpunkt.

Manja Hübner und Barbara Pohle, die Leiterin des angrenzenden Horts, halten das kulturelle Angebot in Hartha trotz allem generell für ausbaufähig. "Was können Jugendliche denn hier machen?", fragt Barbara Pohle. "Hier gibt es weder ein Kino noch eine Bowlingbahn. Die Infrastruktur rundum muss stimmen, wenn man die Jugendlichen hier halten will", meint die Pädagogin Pohle.

"Hartha könnte sicher attraktiver sein für Jugendliche", ist sich Gerald Herbst bewusst. Aber: "Das muss man sich auch leisten können", sagt der Bürgermeister und gibt zu bedenken, dass Hartha eine Kleinstadt ist, die nie mit Städten wie Leipzig mithalten kann. Die umliegenden Orte bieten zudem Freizeitmöglichkeiten: etwa die Bowlingbahnen in Nauhain und Gersdorf, Geringswalde mit seinem Freibad oder das Kino in Döbeln. "Priorität haben für mich die Arbeitsplätze", sagt Herbst. "Das eine bedingt das andere. Wenn genug Arbeitswillige da sind, dann beeinflusst das natürlich den finanziellen Kreislauf einer Kommune."

Rentnertreff in Langenau

Langenau (red). Am 28. Februar gibt es wieder den monatlichen Rentnertreff in Bittner's Imbiss in Langenau. Ab 14 Uhr wird den Gästen dann ein Jagdteller serviert. Organisator Dieter Bittner lädt dazu alle interessierten Bürger ein.

Katharina Schultz

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