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Döbeln Startschuss für Abriss ist gefallen
Region Döbeln Startschuss für Abriss ist gefallen
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16:00 29.09.2017
Quelle: Sven Bartsch
Hartha

Am Montagnachmittag aber rollten erst einmal Löschfahrzeuge über das Gelände. Innerhalb weniger Wochen hatte es zum zweiten Mal gebrannt. Über die Brandursache – diesmal war ein Holzlager Ausgangspunkt des Feueres – wissen weder Stadt noch Feuerwehr genaueres, Fakt sei aber, so Harthas Feuerwehrchef Rene Greif, dass es nicht von allein brennt. Auch Harthas Bauamtsleiter Ronald Fischer hält sich mit Vermutungen zurück, ärgerlich ist der Vorfall aber allemal. Zwar könne auf dem Gelände niemand im eigentlichen Sinn zu Schaden kommen. Doch kontrolliert abbrennen lassen habe man das Feuer auch nicht können, weil sich in der Nähe Bauhof und Parkplatz befinden. Deshalb bleibt die Stadt wieder mit dem Aufwand zurück, den sie mit dem Ausrücken der Feuerwehr betreiben musste.

Das Lengenfelder Abriss-Unternehmen hat jetzt bis Ende November Zeit, die Fläche komplett plan zu machen. Das bedeutet: Nicht nur die Gebäude auf dem zirka 20 000 Quadratmeter großen Gelände werden bis dahin zurückgebaut, sondern die Fläche wird komplett beräumt. Inklusive aller Bäume, die darauf wachsen. Warum man die nicht stehen lassen könne? Weil die Fläche, so erklärt Ronald Fischer, nach dem Abriss wieder einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden soll. Die Gestaltung des Geländes müsse dem potenziellen neuen Eigentümer überlassen sein. Die Stadt Hartha arbeitet daran, wieder Industrie auf dem frei gewordenen Areal anzusiedeln. Dazu gäbe es natürlich auch schon Gespräche, sagt Fischer, der sich mit weiteren Informationen allerdings zurück hält. „Dazu sprechen wir, wenn es etwas Konkretes gibt.“ Im Gespräch sind auch Alternativen für die Unterbringung des Ateliers des Harthaer Künstlers Gerhard Dörner, der bis jetzt noch in der Kaltlagerhalle der ehemaligen Hausschuhwerke sein Domizil hat. Die Halle wird erst am Ende der Maßnahme dem Bagger zum Opfer fallen, so dass noch ein wenig Zeit ist, um etwas Neues zu finden. Die Stadt ist sehr an einer Lösung interessiert und unterstützt den Künstler intensiv bei der Suche nach einem geeigneten neuen Domizil.

Von Manuela Engelmann

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