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Döbeln Stauchitz: Hoffen auf Automobilzulieferer
Region Döbeln Stauchitz: Hoffen auf Automobilzulieferer
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21:02 22.01.2012
Das Industrie- und Gewerbegebiet Rio soll zwischen der B 6 und der künftigen Trasse der B 169 bei Ragewitz entstehen.
Oschatz/Riesa/Stauchitz

Im Jahr 2000 fragte BMW nach Flächen bei Riesa nach, zwei Jahre später das Stahl-Center Riesa und ein italienischer Fliesenproduzent. 2003 klopfte ein Fahrzeugteilehersteller an: BMW baute schließlich in Leipzig, das Stahl-Center Riesa in Glaubitz, und die Spuren des italienischen Fliesenproduzenten haben sich verloren. Der Fahrzeugteilehersteller hat bei Nossen investiert. "Alle kurzfristig geprüften Flächen in Riesa hatten keine optimalen Voraussetzungen", erinnert der Riesaer Hauptamtsleiter Marcus Gierth an die Geburtsidee für das Industrie- und Gewerbegebiet Rio.

"Das ist ein sehr langfristiger Prozess", räumt Gierth ein. Fünf Jahre nach der Gründung des Zweckverbandes seien zwar 35 Hektar baureif, es gebe aber noch keinen genehmigten Bebauungsplan. Der Flächenkauf für das Areal "liegt in den letzten Zügen", so Gierth.

Mit Blick auf Investoren üben sich die beteiligten Kommunen in Zweckoptimismus. Zwar gebe es viele Anfragen zur Errichtung von Solarparks. "Doch genau das wollen wir nicht", stellte Gierth klar. Auf der Wunschliste ganz oben stehe ein großer deutscher Automobilzulieferer, der 2008 schon einmal angefragt habe und mit dem aktuell wieder verhandelt werde. "Außer uns ist nur noch ein anderer sächsischer Standort im Rennen", machte Gierth Hoffnung.

Für Investoren sei eine Ansiedlung nur dann interessant, wenn die B 169 wenigstens bis Döbeln ausgebaut wäre, legt der Oschatzer Stadtrat Jürgen Mühlberg (CDU) den Finger in die Wunde. Wann das der Fall sein wird, ist noch völlig ungewiss, sagt der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Knackpunkt sei dabei das umstrittene Teilstück zwischen Salbitz und der B 6. Frank Hörügel

Chronik

q Der Zweckverband Industrie- und Gewerbegebiet Rio wurde im März 2006 gegründet.

q Beteiligt sind Riesa mit 66,1 Prozent, Oschatz mit 28,6 Prozent und Stauchitz mit 5,3 Prozent.

q Der Entwurf eines Bebauungsplanes wurde im August 2010 beschlossen.

q Von einer Gesamtfläche von 65 Hektar sind derzeit 35 Hektar baureif. Es gibt aber noch keinen genehmigten Bebauungsplan.

q Das Industrie- und Gewerbegebiet ist derzeit noch nicht erschlossen.

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